Nach dem Tod mehrerer Säuglinge in einem Krankenhaus in Ankara sind nun in einem Krankenhaus in Izmir in 24 Stunden 13 Säuglinge gestorben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.
Der Fall in Ankara wurde auf einen hartnäckigen Virus zurückgeführt, der über eine hohe Resistenz verfügt. Der Oberarzt Prof. Yiğitbaşı sagte laut nethaber, dass man auch in diesem Fall von einem Infekt ausgehe. Die Station sei erst seit kurzem in Betrieb und viele Säuglinge seien Frühchen, weswegen die Sterblichkeitsrate recht hoch sei. Unter normalen Umständen verliere man innerhalb von drei Tagen 5 bis 6 Säuglinge.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt mittlerweile in dem Fall. Auch das Krankenhaus sowie das Gesundheitsministerium haben mit separaten Untersuchungen zu dem Fall begonnen.
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Montag, 22. September 2008
WHO veröffentlicht Gesundheitsatlas 2008 für Europa
Das Regionalbüro Europa der WHO hat den statistischen Gesundheitsatlas Europa 2008 veröffentlicht. In ihm werden demografische Grunddaten, Lebensweisen und Umweltindikatoren wie Alkoholkonsum und Straßenverkehrsunfälle sowie Art und Niveau der Gesundheitsversorgung von 53 Ländern erfasst.
Die Türkei schneidet in diesem Ländervergleich außerordentlich schlecht ab. Der Leiter des türkischen Center for Research and Promotion of Community Health Prof. Dr. Nazmi Zengin äußert sich in einem Interview zu dem Ergebnis, dass die Türkei auf der einen Seite im Alkoholkonsum den drittletzten Platz belegt, jedoch an erster Stelle bei den durch Alkohol verursachten Straßenverkehrsunfällen steht, mit folgenden Worten: „Dieser traurige Umstand zeigt, dass Alkohol in der Türkei unkontrolliert konsumiert wird und die Menschen nicht davor zurückschrecken sich im Rauschzustand hinters Steuer zu setzen.“
Zengin fordert in diesem Zusammenhang härtere Strafen für Alkoholsünder im Straßenverkehr und betont, dass die Zahl der Alkoholkontrollen in den vergangenen Jahren konstant zurückgegangen sei und diese Entwicklung sofort umgekehrt werden müsse.
Zum Vergleich: Deutschland steht beim Alkoholkonsum an fünfter Stelle und belegt Platz zweiundzwanzig bei Verkehrsunfällen, bei denen Alkohol im Spiel war.
Hier geht’s zum Bericht.
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Die Türkei schneidet in diesem Ländervergleich außerordentlich schlecht ab. Der Leiter des türkischen Center for Research and Promotion of Community Health Prof. Dr. Nazmi Zengin äußert sich in einem Interview zu dem Ergebnis, dass die Türkei auf der einen Seite im Alkoholkonsum den drittletzten Platz belegt, jedoch an erster Stelle bei den durch Alkohol verursachten Straßenverkehrsunfällen steht, mit folgenden Worten: „Dieser traurige Umstand zeigt, dass Alkohol in der Türkei unkontrolliert konsumiert wird und die Menschen nicht davor zurückschrecken sich im Rauschzustand hinters Steuer zu setzen.“
Zengin fordert in diesem Zusammenhang härtere Strafen für Alkoholsünder im Straßenverkehr und betont, dass die Zahl der Alkoholkontrollen in den vergangenen Jahren konstant zurückgegangen sei und diese Entwicklung sofort umgekehrt werden müsse.
Zum Vergleich: Deutschland steht beim Alkoholkonsum an fünfter Stelle und belegt Platz zweiundzwanzig bei Verkehrsunfällen, bei denen Alkohol im Spiel war.
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US-Aussenministerium veröffentlicht Bericht über religiöse Freiheit in der Türkei
Das "U.S. State Department " hat am vergangenen Freitag seinen neuen Bericht über religiöse Freiheit in der Türkei veröffentlicht.
In dem Bericht wird festgehalten, dass letztlich jede religiöse Bewegung in der Türkei unter Druck steht. So werde insbesondere zum Wohl des laizistischen Charakters des türkischen Staates immer wieder Druck auf den in der Türkei praktizierten orthodoxen Islam ausgeübt.
In dem Bericht wird der Situation nicht-muslimischer Gruppen viel Platz gewidmet und kritisiert, dass die Türkei nur armenische und griechische Christen sowie Juden als religiöse Minderheiten offiziell anerkennt und den sunnitischen Islam institutionell bevorzugt behandelt. Der Präsident des Amtes für religiöse Angelegenheiten (Diyanet), Prof. Ali Bardakoğlu, sagte nach Angaben der Radikal, dass die Türkei nicht religiöser geworden sei. mehr...
In dem Bericht wird festgehalten, dass letztlich jede religiöse Bewegung in der Türkei unter Druck steht. So werde insbesondere zum Wohl des laizistischen Charakters des türkischen Staates immer wieder Druck auf den in der Türkei praktizierten orthodoxen Islam ausgeübt.
In dem Bericht wird der Situation nicht-muslimischer Gruppen viel Platz gewidmet und kritisiert, dass die Türkei nur armenische und griechische Christen sowie Juden als religiöse Minderheiten offiziell anerkennt und den sunnitischen Islam institutionell bevorzugt behandelt. Der Präsident des Amtes für religiöse Angelegenheiten (Diyanet), Prof. Ali Bardakoğlu, sagte nach Angaben der Radikal, dass die Türkei nicht religiöser geworden sei. mehr...
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Frauen für gleichberechtigte politische Repräsentation
Das türkische Programm der “50:50-Kampagne für Gleichberechtigung“ der Europäischen Frauenlobby (EWL) wird morgen in Ankara im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt.
„2008 waren weltweit 82% aller ParlamentarierInnen Männer, in Europa 77%. 2009 werden ein neues Europäisches Parlament sowie eine neue Europäische Kommission gewählt. Die gewählten Personen werden die Zukunft Europas bestimmen.“, so die European Women´s Lobby (EWL). Die Vereinigung weist darauf hin, dass ohne Gleichberechtigung der Geschlechter keine Demokratie möglich sei. Die Kampagne der EWL kann auch via Internet unterstützt werden.
Das türkische Programm der Kampagne wird vom Verband zur Unterstützung und Ausbildung weiblicher Kandidatinnen KA-DER organisiert. KA-DER wird morgen um 10 Uhr türkischer Zeit im Kavaklıdere Sheraton Hotel eine Pressekonferenz abhalten. Nähere Informationen gibt es unter der Telefonnummer +90 (0) 312 467 88 16. mehr...
„2008 waren weltweit 82% aller ParlamentarierInnen Männer, in Europa 77%. 2009 werden ein neues Europäisches Parlament sowie eine neue Europäische Kommission gewählt. Die gewählten Personen werden die Zukunft Europas bestimmen.“, so die European Women´s Lobby (EWL). Die Vereinigung weist darauf hin, dass ohne Gleichberechtigung der Geschlechter keine Demokratie möglich sei. Die Kampagne der EWL kann auch via Internet unterstützt werden.
Das türkische Programm der Kampagne wird vom Verband zur Unterstützung und Ausbildung weiblicher Kandidatinnen KA-DER organisiert. KA-DER wird morgen um 10 Uhr türkischer Zeit im Kavaklıdere Sheraton Hotel eine Pressekonferenz abhalten. Nähere Informationen gibt es unter der Telefonnummer +90 (0) 312 467 88 16. mehr...
Türkei ermutigt Aserbaidschan zu Gesprächsbereitschaft
Der türkische Aussenminister Ali Babacan, der mit Staatspräsident Abdullah Gül zur UN-Vollversammlung nach New York gereist ist, hat sich dort mit seinem aserbaidschanischen Amtskollegen Elmar Memmedyarow getroffen.
So hat Babacan seinen Amtskollegen dazu ermutigt, die sich mit dem am Freitag statt findenden Dreiertreffen zwischen der Türkei, Aserbaidschan und Armenien bietende Gelegenheit auszunutzen. Memmedyarow sagte, dass Aserbaidschan die Kontakte zwischen der Türkei und Armenien genau beobachte und den sich abzeichnenden Prozess der Annäherung als große Chance betrachte. Man suche nach Win-Win-Lösungen und unterstütze den von der Türkei ins Gespräch gebrachten Stabilitätspakt für den Kaukasus.
Auf der Tagesordnung der trilateralen Gespräche stehen insbesondere die Berg-Karabach-Frage sowie die Einrichtung einer gemeinsamen Historikerkommission zwischen der Türkei und Armenien, die das Schicksal der Armenier zum Ende des Osmanischen Reiches untersuchen soll.
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So hat Babacan seinen Amtskollegen dazu ermutigt, die sich mit dem am Freitag statt findenden Dreiertreffen zwischen der Türkei, Aserbaidschan und Armenien bietende Gelegenheit auszunutzen. Memmedyarow sagte, dass Aserbaidschan die Kontakte zwischen der Türkei und Armenien genau beobachte und den sich abzeichnenden Prozess der Annäherung als große Chance betrachte. Man suche nach Win-Win-Lösungen und unterstütze den von der Türkei ins Gespräch gebrachten Stabilitätspakt für den Kaukasus.
Auf der Tagesordnung der trilateralen Gespräche stehen insbesondere die Berg-Karabach-Frage sowie die Einrichtung einer gemeinsamen Historikerkommission zwischen der Türkei und Armenien, die das Schicksal der Armenier zum Ende des Osmanischen Reiches untersuchen soll.
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Samstag, 20. September 2008
Journalisten wehren sich gegen Erdogans Boykott-Aufruf
Recep Tayyip Erdogan legt noch einen drauf: kurze Zeit, nachdem auch ausländische Organisationen mit zunehmender Besorgnis auf die ansteigende Nervosität des türkischen Ministerpräsidenten reagieren, ruft er dazu auf, kritische Medien, allen voran jene der Dogan-Holding, zu boykottieren.
Vor einer AKP-Konferenz sagte Erdogan, dass die Mitglieder seiner Partei jene Zeitungen, die erlogene und falsche Meldungen verbreiteten, boykottieren sollen. Nun schlägt das türkische Medienlager zurück. Der Vorstand der Vereinigung türkischer Journalisten spricht von einer noch nie dagewesenen Pressefeindschaft. Man nehme mit Besorgnis zur Kenntnis, dass es zu vergleichbaren Aufrufen nur in Zeiten nach einem Militärputsch gekommen sei.
Der Vorsitzende des Presserates, Oktay Ekşi, sagte, dass er sich mit seinen 56 Jahren Berufserfahrung nicht daran erinnern könne, jemals einen solchen Boykottaufruf vernommen zu haben. Die Haltung des Ministerpräsidenten zeige seine Auffassung von Demokratie. Ekşi warnte davor, dass sich die Geschichte anderer Länder in der Türkei wiederholen könne und berief sich dabei auf Deutschland vor dem Zweiten Weltkrieg.
Ahmet Abakay, der Vorsitzende des Verbands zeitgenössischer Journalisten, bewertete den Vorstoss Erogans als unzeitgemäß und primitiv. Erdogan sein eindeutig nicht jedermanns Ministerpräsident, sondern nur der Ministerpräsident der AKP und ihrer Gefolgsleute.
Der ehemalige Vorsitzende des Verbands zeitgenössischer Journalisten, Doğan Tılıç, sagte, dass ein Ministerpräsident nicht dazu aufrufen könne, ihm unliebsame Medien zu boykottieren. Vielmehr sei es seine Aufgabe, ein Umfeld dafür zu schaffen, dass die Medienlandschaft pluralistischer wird. Erdogans Attacke werde dazu führen, dass die ohnehin überängstlichen Verleger regelrecht autozensorische Züge an den Tag legen würden.
Die Tragweite der neuerlichen Attacke Erdogans, dem ohnehin ein dünnes Fell nachgesagt wird, dürfte dem gestandenen Populisten nicht unbedingt bewusst gewesen sein. Das von Erdogan ausgerufene Boykott könnte sich schließlich zum Referandum gegen ihn wenden, wenn die Auflagenzahlen der missliebigen Medien ab der kommenden Woche unverändert bleiben, bzw. noch nach oben schnellen sollten.
Die britische Economist macht schon gehörige Flecken auf der weißen Weste der Partei aus, die sich mit dem "Ak" ("Weiss"), dem ersten Wort des Akronyms AKP, nur zu gern brüstet. Der Verkauf der Mediengruppe Sabah-ATV an die Çalık-Holding mit dem dort geschäftsführenden Ministerpräsidentenschwiegersohn, die Affäre um Şaban Dişli, der "Deniz Feneri e.V."-Skandal, die Verwicklungen des obersten Fernsehaufsehers Zahid Akman in diesen und andere Unregelmäßigkeiten hinterlassen auch im Ausland einen immer schaleren Beigeschmack, wenn es auf die ehedem als Saubermänner angetrenen Parteigranden zu sprechen kommt. mehr...
Vor einer AKP-Konferenz sagte Erdogan, dass die Mitglieder seiner Partei jene Zeitungen, die erlogene und falsche Meldungen verbreiteten, boykottieren sollen. Nun schlägt das türkische Medienlager zurück. Der Vorstand der Vereinigung türkischer Journalisten spricht von einer noch nie dagewesenen Pressefeindschaft. Man nehme mit Besorgnis zur Kenntnis, dass es zu vergleichbaren Aufrufen nur in Zeiten nach einem Militärputsch gekommen sei.
Der Vorsitzende des Presserates, Oktay Ekşi, sagte, dass er sich mit seinen 56 Jahren Berufserfahrung nicht daran erinnern könne, jemals einen solchen Boykottaufruf vernommen zu haben. Die Haltung des Ministerpräsidenten zeige seine Auffassung von Demokratie. Ekşi warnte davor, dass sich die Geschichte anderer Länder in der Türkei wiederholen könne und berief sich dabei auf Deutschland vor dem Zweiten Weltkrieg.
Ahmet Abakay, der Vorsitzende des Verbands zeitgenössischer Journalisten, bewertete den Vorstoss Erogans als unzeitgemäß und primitiv. Erdogan sein eindeutig nicht jedermanns Ministerpräsident, sondern nur der Ministerpräsident der AKP und ihrer Gefolgsleute.
Der ehemalige Vorsitzende des Verbands zeitgenössischer Journalisten, Doğan Tılıç, sagte, dass ein Ministerpräsident nicht dazu aufrufen könne, ihm unliebsame Medien zu boykottieren. Vielmehr sei es seine Aufgabe, ein Umfeld dafür zu schaffen, dass die Medienlandschaft pluralistischer wird. Erdogans Attacke werde dazu führen, dass die ohnehin überängstlichen Verleger regelrecht autozensorische Züge an den Tag legen würden.
Die Tragweite der neuerlichen Attacke Erdogans, dem ohnehin ein dünnes Fell nachgesagt wird, dürfte dem gestandenen Populisten nicht unbedingt bewusst gewesen sein. Das von Erdogan ausgerufene Boykott könnte sich schließlich zum Referandum gegen ihn wenden, wenn die Auflagenzahlen der missliebigen Medien ab der kommenden Woche unverändert bleiben, bzw. noch nach oben schnellen sollten.
Die britische Economist macht schon gehörige Flecken auf der weißen Weste der Partei aus, die sich mit dem "Ak" ("Weiss"), dem ersten Wort des Akronyms AKP, nur zu gern brüstet. Der Verkauf der Mediengruppe Sabah-ATV an die Çalık-Holding mit dem dort geschäftsführenden Ministerpräsidentenschwiegersohn, die Affäre um Şaban Dişli, der "Deniz Feneri e.V."-Skandal, die Verwicklungen des obersten Fernsehaufsehers Zahid Akman in diesen und andere Unregelmäßigkeiten hinterlassen auch im Ausland einen immer schaleren Beigeschmack, wenn es auf die ehedem als Saubermänner angetrenen Parteigranden zu sprechen kommt. mehr...
Zu Fuss in eine bessere Welt
Die türkische Zivilgesellschaft hat ein neues Mitglied: Die Fussgänger-Bewegung "Yaya Yaşam Derneği" ("Verein für ein Leben zu Fuss").
So strebt der Verein ein Leben abseits der "Automobilkultur" an. Nach eigenen Angaben betrachtet die Gruppe das Gehen zu Fuss als einen "way of life", der der Hektik des automobilen Transports entgegensteht. Die städteplanerische Ausrichtung an motorisierten Verkehrsmitteln empfinden die Mitglieder als Angriff auf den eigenen Lebensraum.
Der Entschleunigungsbefürworter weisen zudem auf die Sekundärfolgen der Allgegenwärtigkeit des Automobils wie Umweltverschmutzung und Lärm hin. Man habe gar Angst, dass die Menschheit eines Tages das Gehen vergessen haben werde. Die Forderung der Gruppe: Gebt die Stadt den Menschen zurück! Zu diesem Zweck kooperiert "Yaya" mit gleichgesinnten Gruppen aus dem Ausland wie der "Living Streets"-Bewegung, "America Walks", "A pie" aus Spanien, dem "Dansk Fodgaenger Forbund" und natürlich dem deutschen "Fuss e.V.".
Wer sich über die Gruppe und ihre sympathsichen Ziele informieren möchte, kann dies hier tun. mehr...
So strebt der Verein ein Leben abseits der "Automobilkultur" an. Nach eigenen Angaben betrachtet die Gruppe das Gehen zu Fuss als einen "way of life", der der Hektik des automobilen Transports entgegensteht. Die städteplanerische Ausrichtung an motorisierten Verkehrsmitteln empfinden die Mitglieder als Angriff auf den eigenen Lebensraum.
Der Entschleunigungsbefürworter weisen zudem auf die Sekundärfolgen der Allgegenwärtigkeit des Automobils wie Umweltverschmutzung und Lärm hin. Man habe gar Angst, dass die Menschheit eines Tages das Gehen vergessen haben werde. Die Forderung der Gruppe: Gebt die Stadt den Menschen zurück! Zu diesem Zweck kooperiert "Yaya" mit gleichgesinnten Gruppen aus dem Ausland wie der "Living Streets"-Bewegung, "America Walks", "A pie" aus Spanien, dem "Dansk Fodgaenger Forbund" und natürlich dem deutschen "Fuss e.V.".
Wer sich über die Gruppe und ihre sympathsichen Ziele informieren möchte, kann dies hier tun. mehr...
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Freitag, 19. September 2008
Wissenschaftselite trifft sich in Istanbul
Die internationale Konferenz "EGEE (Enabling Grids for E-SciencE) 2008", die weltgrößte ihrer Art, findet vom 22.09 bis 26.09.2008 im Harbiye Militärmuseum in Istanbul statt. Lokaler Organisator ist die türkische wissenschaftliche und technische Forschungsgemeinschaft (TÜBITAK) bzw. deren Akademisches Netzwerk für Wissenschaft und Forschung ULAKBIM.
Das EGEE-Projekt verbindet Experten von mehr als 240 Institutionen aus 45 Ländern. Ziel des Projektes ist es, neben der Gewinnung neuer Nutzer aktuelle Forschungsergebnisse im Bereich Grid-Technologien erfolgreich für die Entwicklung einer Dienstleistungs-Grid-Infrastruktur zu nutzen, die für Wissenschaftler 24 Stunden am Tag verfügbar ist und unabhängig vom geographischen Einsatzort in Anspruch genommen werden kann.
Das Tagungsprogramm steht hier als Download zur Verfügung.
Als „Keynote-Speakers“ sind folgende Experten vorgesehen: Maite Barroso vom CERN, Peter Coveney vom University College London, Vangelis Floros vom EGEE, der Direktor des EGEE Robert Jones, Oliver Keeble, Dieter Kranzmueller von der Ludwig-Maximilian Universität München, Simon C. Lin vom Academia Sinica Grid Computing Centre, Onur Temizsoylu vom ULAKBIM, Peter Vosshall von Amazon und Nüket Yetis, Präsidentin des TÜBITAK. Eröffent wird die Veranstaltung mit Vorträgen von Erwin Laure und Dr. Bob Jones vom CERN.
Unterdessen stellen die Forscher auf ihrem „Grid-Blog“ einige Brocken „Survival-Türkisch“ vor und machen auf die Besonderheiten türkischer Gebärdensprache aufmerksam.

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Das EGEE-Projekt verbindet Experten von mehr als 240 Institutionen aus 45 Ländern. Ziel des Projektes ist es, neben der Gewinnung neuer Nutzer aktuelle Forschungsergebnisse im Bereich Grid-Technologien erfolgreich für die Entwicklung einer Dienstleistungs-Grid-Infrastruktur zu nutzen, die für Wissenschaftler 24 Stunden am Tag verfügbar ist und unabhängig vom geographischen Einsatzort in Anspruch genommen werden kann.
Das Tagungsprogramm steht hier als Download zur Verfügung.
Als „Keynote-Speakers“ sind folgende Experten vorgesehen: Maite Barroso vom CERN, Peter Coveney vom University College London, Vangelis Floros vom EGEE, der Direktor des EGEE Robert Jones, Oliver Keeble, Dieter Kranzmueller von der Ludwig-Maximilian Universität München, Simon C. Lin vom Academia Sinica Grid Computing Centre, Onur Temizsoylu vom ULAKBIM, Peter Vosshall von Amazon und Nüket Yetis, Präsidentin des TÜBITAK. Eröffent wird die Veranstaltung mit Vorträgen von Erwin Laure und Dr. Bob Jones vom CERN.
Unterdessen stellen die Forscher auf ihrem „Grid-Blog“ einige Brocken „Survival-Türkisch“ vor und machen auf die Besonderheiten türkischer Gebärdensprache aufmerksam.

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THY fliegt nach 17 Jahren wieder Bagdad an
Eine der größten europäischen Fluggesellschaften – die Turkish Airlines – fliegt erstmals nach 17 Jahren wieder Bagdad an.
1991 wurde der Linienflugverkehr aufgrund des Golfkrieges eingestellt und soll mit wöchentlich drei Flügen (Istanbul – Bagdad) ab dem 26. Oktober 2008 wieder aufgenommen werden. Nachdem das Luftfahrtbündnis Star Alliance Turkish Airlines als 20. Mitglied 2008 aufgenommen hat und durch Turkish Airlines bereits wichtige neue Flugziele in der Türkei, in Zentralasien und dem Nahen Osten dazu gewinnen konnte, wird die Verbindung Istanbul- Bagdad den Irak mit Europa verbinden und sehr wahrscheinlich die strategische Position von Turkish Airlines als Schnittstelle zwischen Europa, dem Nahen Osten und Asien weiter stärken. mehr...
1991 wurde der Linienflugverkehr aufgrund des Golfkrieges eingestellt und soll mit wöchentlich drei Flügen (Istanbul – Bagdad) ab dem 26. Oktober 2008 wieder aufgenommen werden. Nachdem das Luftfahrtbündnis Star Alliance Turkish Airlines als 20. Mitglied 2008 aufgenommen hat und durch Turkish Airlines bereits wichtige neue Flugziele in der Türkei, in Zentralasien und dem Nahen Osten dazu gewinnen konnte, wird die Verbindung Istanbul- Bagdad den Irak mit Europa verbinden und sehr wahrscheinlich die strategische Position von Turkish Airlines als Schnittstelle zwischen Europa, dem Nahen Osten und Asien weiter stärken. mehr...
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Türkischer Messekalender für 2009 ist online
Der Dachverband der türkischen Handelskammern und Börsen (TOBB) gibt auf seiner Internetseite bekannt, dass für 2009 insgesamt 422 Messen genehmigt worden sind.
Von diesen Messen finden 330 ohne ausländische Beteiligung statt. Ausführliche Informationen zum Inhalt der jeweiligen Messen und weitere Veranstaltungsdaten erhalten Sie hier. mehr...
Von diesen Messen finden 330 ohne ausländische Beteiligung statt. Ausführliche Informationen zum Inhalt der jeweiligen Messen und weitere Veranstaltungsdaten erhalten Sie hier. mehr...
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2. Türkische Filmwoche in Detmold
Vom 26.09. bis zum 01.10.2008 findet in der Stadthalle Detmold zum zweiten Mal eine türkische Filmwoche statt.
Auch auf dieser Veranstaltung werden, wie in der türkischen Filmwoche in Budapest, sieben international ausgezeichnete und beliebte türkische Filmproduktionen gezeigt. Folgende Filme werden in Detmold vorgeführt:
26. September 2008: Warum wurden Hacivat und Karagöz umgebracht? - Film von Ezel Akay
27. September 2008: Auf der anderen Seite - Film von Fatih Akın
28. September 2008: Alles wird gut - Film von Ömer Vargı
Jahreszeiten - Film von Nuri Bilge Ceylan
29. September 2008: An Board – Film von Serdar Akar
30. September 2008: Die Pseudo Braut - Film von Atıf Yılmaz
01. Oktober 2008: 3.Seite - Film von Zekı Demırkubuz
Der Eintritt ist kostenlos. Weitere Informationen finden Sie hier.
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Auch auf dieser Veranstaltung werden, wie in der türkischen Filmwoche in Budapest, sieben international ausgezeichnete und beliebte türkische Filmproduktionen gezeigt. Folgende Filme werden in Detmold vorgeführt:
26. September 2008: Warum wurden Hacivat und Karagöz umgebracht? - Film von Ezel Akay
27. September 2008: Auf der anderen Seite - Film von Fatih Akın
28. September 2008: Alles wird gut - Film von Ömer Vargı
Jahreszeiten - Film von Nuri Bilge Ceylan
29. September 2008: An Board – Film von Serdar Akar
30. September 2008: Die Pseudo Braut - Film von Atıf Yılmaz
01. Oktober 2008: 3.Seite - Film von Zekı Demırkubuz
Der Eintritt ist kostenlos. Weitere Informationen finden Sie hier.
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Kultur / Kunst
Donnerstag, 18. September 2008
"2008 IPA Freedom to Publish Prize" für Ragıp Zarakolu
Der türkische Verleger Ragıp Zarakolu erhielt gestern in Amsterdam den “Freedom to Publish Prize” der International Publisher´s Association (IPA).
Die Präsidentin der IPA, Anna Maria Cabanellas, wies in ihrer Rede darauf hin, dass in der Türkei seit 2005 mehr als 1.000 Menschen wegen des 301. Paragrafen des Türkischen Strafgesetzbuches, der Verunglimpfungen des Türkentums unter Strafe stellt, gerichtlich belangt wurden. Zarakolu selbst musste sich immer wieder vor Gericht verantworten, zuletzt, als er das Buch „The truth will set us free. Armenians and Turks reconciled“ von George Jerjian in seinem Verlag Belge veröffentlichte.
Unter den bisherigen Preisträgern befinden sich die ermordete russische Journalistin Anna Politkowskaja und der ermordete türkisch-armenische Journalist und Publizist Hrant Dink. Zarakolu wurde 2007 mit dem Preis für Pressefreiheit des türkischen Journalistenverbands und dem Preis für Gedanken- und Meinungsfreiheit der türkischen Schriftstellervereinigung ausgezeichnet, sowie 2005 mit dem Preis für Meinungsfreiheit der norwegischen Schriftstellervereinigung. mehr...
Die Präsidentin der IPA, Anna Maria Cabanellas, wies in ihrer Rede darauf hin, dass in der Türkei seit 2005 mehr als 1.000 Menschen wegen des 301. Paragrafen des Türkischen Strafgesetzbuches, der Verunglimpfungen des Türkentums unter Strafe stellt, gerichtlich belangt wurden. Zarakolu selbst musste sich immer wieder vor Gericht verantworten, zuletzt, als er das Buch „The truth will set us free. Armenians and Turks reconciled“ von George Jerjian in seinem Verlag Belge veröffentlichte.
Unter den bisherigen Preisträgern befinden sich die ermordete russische Journalistin Anna Politkowskaja und der ermordete türkisch-armenische Journalist und Publizist Hrant Dink. Zarakolu wurde 2007 mit dem Preis für Pressefreiheit des türkischen Journalistenverbands und dem Preis für Gedanken- und Meinungsfreiheit der türkischen Schriftstellervereinigung ausgezeichnet, sowie 2005 mit dem Preis für Meinungsfreiheit der norwegischen Schriftstellervereinigung. mehr...
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Festnahmen in Tuzla
Nach dem Tod dreier Werftarbeiter am 11. August wurden nun fünf Verantwortliche der GISAN-Werft festgenommen.
In der GISAN-Werft in Tuzla kam es 11. August zu einem weiteren tödlichen Zwischenfall, als die Seetauglichkeit eines Beibootes mit Menschen an Bord geprüft wurde. Dabei starben der 19-jährige Emrah Varoğlu, der 25-jährige Ramazan Çetinkaya sowie der 36-jährige Ramazan Ergün. Wie sich kurze Zeit später herausstellte, werden diese Tests für Gewöhnlich mit Sandsäcken durchgeführt.
Fünf Verantwortliche wurden nun festgenommen. Es sind dies der Geschäftsführer der GISAN-Werft Metin A., sein Assistent Ender K., der technische Leiter Burhan B., sowie Hayati A. und Iskender A. von der Prüffirma "Bureau Veritas". Gegen die fünf Männer wird nun wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung ermittelt. Nachdem sie vor Gericht vernommen wurden, wurden sie ins Maltepe-Gefängnis verbracht. mehr...
In der GISAN-Werft in Tuzla kam es 11. August zu einem weiteren tödlichen Zwischenfall, als die Seetauglichkeit eines Beibootes mit Menschen an Bord geprüft wurde. Dabei starben der 19-jährige Emrah Varoğlu, der 25-jährige Ramazan Çetinkaya sowie der 36-jährige Ramazan Ergün. Wie sich kurze Zeit später herausstellte, werden diese Tests für Gewöhnlich mit Sandsäcken durchgeführt.
Fünf Verantwortliche wurden nun festgenommen. Es sind dies der Geschäftsführer der GISAN-Werft Metin A., sein Assistent Ender K., der technische Leiter Burhan B., sowie Hayati A. und Iskender A. von der Prüffirma "Bureau Veritas". Gegen die fünf Männer wird nun wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung ermittelt. Nachdem sie vor Gericht vernommen wurden, wurden sie ins Maltepe-Gefängnis verbracht. mehr...
Disziplinarstrafe der Universität verletzt Menschenrechte
Gegen 49 Studenten, die 2007 in Mugla gegen den Nationalen Hochschulrat protestierten, wurden seitens der Hochschulleitung Disziplinarstrafen verhängt. Die Menschenrechtskommission der Regionalregierung hat diese Entscheidung nun als Menschenrechtsverletzung gewertet.
Am 6. November 2007 protestierten Studenten der Universität Muğla auf einem zentralen Platz der Stadt. Das Rektorat der Universität hatte im Anschluss an den Protest, der sich gegen den Nationalen Hochschulrat richtete, Disziplinarstrafen gegen 49 Studenten verhängt. Die meisten wurden für die Dauer von einem bis zwei Semestern vom Studium suspendiert.
26 der Studenten beschwerten sich darauf hin bei der Menschenrechtskommission der Region. Die 15 Mitglieder des Gremiums beschlossen einstimmig, dass die Regelung in grober Weise gegen das Recht der Studenten auf Gedanken- und Meinungsfreiheit verstoßen habe. Der Rektor Prof. Dr. Şener Oktik habe sich laut dem Bericht des Gremiums einen Verstoß gegen fundamentale Menschenrechte geleistet. Der Bericht ist rechtlich nicht bindend, kann aber vor Gericht als Beweisstück geltend gemacht werden.
Die Hochschulleitung reagierte mit Unverständnis auf das Votum der Kommission. Der stellvertretende Rektor Prof. Dr. Atilla Yücel sagte, dass man überzeugt sei, sich nicht rechtswidrig verhalten zu haben. Wenn der Bericht der Menschenrechtskommission in Gänze vorliege, werde man eine Presseerklärung zu dem Vorfall abgeben.
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Am 6. November 2007 protestierten Studenten der Universität Muğla auf einem zentralen Platz der Stadt. Das Rektorat der Universität hatte im Anschluss an den Protest, der sich gegen den Nationalen Hochschulrat richtete, Disziplinarstrafen gegen 49 Studenten verhängt. Die meisten wurden für die Dauer von einem bis zwei Semestern vom Studium suspendiert.
26 der Studenten beschwerten sich darauf hin bei der Menschenrechtskommission der Region. Die 15 Mitglieder des Gremiums beschlossen einstimmig, dass die Regelung in grober Weise gegen das Recht der Studenten auf Gedanken- und Meinungsfreiheit verstoßen habe. Der Rektor Prof. Dr. Şener Oktik habe sich laut dem Bericht des Gremiums einen Verstoß gegen fundamentale Menschenrechte geleistet. Der Bericht ist rechtlich nicht bindend, kann aber vor Gericht als Beweisstück geltend gemacht werden.
Die Hochschulleitung reagierte mit Unverständnis auf das Votum der Kommission. Der stellvertretende Rektor Prof. Dr. Atilla Yücel sagte, dass man überzeugt sei, sich nicht rechtswidrig verhalten zu haben. Wenn der Bericht der Menschenrechtskommission in Gänze vorliege, werde man eine Presseerklärung zu dem Vorfall abgeben.
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Über Visumswäschen und Gehirnpflichten
Die Zeitung Taraf berichtet, dass die für das Erasmus-Programm an der Marmara-Universität ausgewählten Studenten in einem „Orientierungskurs“ die offizielle Staatsdoktrin der Türkei in Bezug auf sensible Themen wie den Völkermord-Vorwurf der Armenier, die Pontus-Frage mit den Schwarz-Meer-Griechen, die Kurdenfrage und Zypern eingetrichtert bekamen. Wer nicht teilnahm, durfte nicht ins Ausland.
So wurden etwa 150 Studenten per E-Mail dazu aufgerufen, dem „Orientierungskurs“ beizuwohnen. In der von Prof.Dr. Selahattin Güriş unterschriebenen Mail wird darauf hingewiesen, dass ein Fehlen dazu führe, nicht ins Ausland zu dürfen. Der erste Tag des viertätigen Kurses wurde sodann den heiklen Fragen der türkischen Politik gewidmet. Erklärtes Ziel des Modules: die Vermittlung der offiziellen Position der Türkei in Bezug auf Völkermordvorwurf, Kurdenkonflikt, Pontus und Zypern. Der Referent war niemand Geringeres als Yusuf Halaçoğlu, der ehemalige Direktor des Türkischen Historischen Gesellschaft.
Halaçoğlu rief die Studenten dazu auf, diese Thesen bei deren Besuch im Ausland zu verteidigen. Die Wortwahl Halaçoğlus beim Thema des Völkermordvorwurfes brachte einige Studenten in Rage. Sie erwiderten, dass sie ins Ausland führen, um mit Studenten aus anderen Ländern „zu verschmelzen“, nicht um in einen Krieg zu führen. Einige verliessen wutentbrannt den Saal.
Die Veranstaltung fand offenbar auf Anraten der Rektorin Necla Pur statt. Der Erasmus-Koordinator der Marmara-Universität und Unterzeichner der E-Mail, Prof. Selahattin Güriş, erklärte, dass man den Studenten lediglich unnötige „Kopfschmerzen“ habe ersparen wollen. Es sei aber jedermanns eigenen Entscheidung, ob er im Ausland über die angesprochenen Themen diskutiere. Studenten, die nicht an der Veranstaltung teilnahmen, müssten jedoch keine Disziplinarmaßnahmen befürchten, vielmehr habe er mit seinem angedrohten Reiseverbot lediglich die Teilnahmequote erhöhen wollen. mehr...
So wurden etwa 150 Studenten per E-Mail dazu aufgerufen, dem „Orientierungskurs“ beizuwohnen. In der von Prof.Dr. Selahattin Güriş unterschriebenen Mail wird darauf hingewiesen, dass ein Fehlen dazu führe, nicht ins Ausland zu dürfen. Der erste Tag des viertätigen Kurses wurde sodann den heiklen Fragen der türkischen Politik gewidmet. Erklärtes Ziel des Modules: die Vermittlung der offiziellen Position der Türkei in Bezug auf Völkermordvorwurf, Kurdenkonflikt, Pontus und Zypern. Der Referent war niemand Geringeres als Yusuf Halaçoğlu, der ehemalige Direktor des Türkischen Historischen Gesellschaft.
Halaçoğlu rief die Studenten dazu auf, diese Thesen bei deren Besuch im Ausland zu verteidigen. Die Wortwahl Halaçoğlus beim Thema des Völkermordvorwurfes brachte einige Studenten in Rage. Sie erwiderten, dass sie ins Ausland führen, um mit Studenten aus anderen Ländern „zu verschmelzen“, nicht um in einen Krieg zu führen. Einige verliessen wutentbrannt den Saal.
Die Veranstaltung fand offenbar auf Anraten der Rektorin Necla Pur statt. Der Erasmus-Koordinator der Marmara-Universität und Unterzeichner der E-Mail, Prof. Selahattin Güriş, erklärte, dass man den Studenten lediglich unnötige „Kopfschmerzen“ habe ersparen wollen. Es sei aber jedermanns eigenen Entscheidung, ob er im Ausland über die angesprochenen Themen diskutiere. Studenten, die nicht an der Veranstaltung teilnahmen, müssten jedoch keine Disziplinarmaßnahmen befürchten, vielmehr habe er mit seinem angedrohten Reiseverbot lediglich die Teilnahmequote erhöhen wollen. mehr...
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Strom wird ab Oktober wieder teurer
Die Strompreise steigen in der Türkei ab dem 1. Oktober erneut für Haushalte um 9,07%, für Unternehmen um 9,35% und für die Industrie um 9,27%, wie die Regulierungsbehörde für den Energiemarkt EPDK mitteilte.
Die EPDK begründete die Entscheidung damit, dass die 20 Stromerzeuger höhere Kosten zu tragen hätten, die nun an die Verbraucher weitergegeben würden. Die entsprechende Verordnung läge dem Ministerpräsidialamt vor und werde nach Genehmigung im Staatsanzeiger „Resmi Gazete“ veröffentlicht. Die Strompreise sind in der Türkei somit seit Jahresbeginn für Haushalte um insgesamt 54%, und für die Industrie insgesamt um 46% gestiegen. mehr...
Die EPDK begründete die Entscheidung damit, dass die 20 Stromerzeuger höhere Kosten zu tragen hätten, die nun an die Verbraucher weitergegeben würden. Die entsprechende Verordnung läge dem Ministerpräsidialamt vor und werde nach Genehmigung im Staatsanzeiger „Resmi Gazete“ veröffentlicht. Die Strompreise sind in der Türkei somit seit Jahresbeginn für Haushalte um insgesamt 54%, und für die Industrie insgesamt um 46% gestiegen. mehr...
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Dáli in Istanbul auf Rekordkurs
Nach Angaben von Güler Sabancı hat die Ausstellung „Ein Surrealist in Istanbul: Salvador Dáli“ das Potenzial, den bisherigen Rekordhalter „Picasso in Istanbul“ zu überholen.
Schon die gestrige Pressekonferenz geriet zum Großereignis: insgesamt 75 Medien und 149 Pressevertreter waren gestern Abend im Sakıp Sabancı Museum zugegen, unter ihnen Vertreter der Zeitungen Le Monde, El Pais und The Times. Die Museumsdirektorin Dr. Nazan Ölçer sagte, dass das Presseinteresse höher gewesen sei als bei der Picasso-Ausstellung, die in 103 Tagen 253.999 Besucher angezogen hatte.
Die Dáli-Ausstellung wird vom 20. September 2008 bis zum 20. Januar 2009 insgesamt 385 Objekte präsentieren, die neben 33 Bildern, 113 Zeichnungen, 111 Gravuren und 12 Lithografien Briefe, Notizen und persönliche Fotografien beinhalten.
Die Ausstellung ist Dienstags bisFreitags und Sonntags von 10 bis 18 Uhr zugänglich, am Samstag und Sonntag von 10 bis 22 Uhr. Die Preise betragen 10 YTL für ein Einzelticket und 7 YTL für Gruppentickets, Studenten bezahlen nur 3 YTL. mehr...
Schon die gestrige Pressekonferenz geriet zum Großereignis: insgesamt 75 Medien und 149 Pressevertreter waren gestern Abend im Sakıp Sabancı Museum zugegen, unter ihnen Vertreter der Zeitungen Le Monde, El Pais und The Times. Die Museumsdirektorin Dr. Nazan Ölçer sagte, dass das Presseinteresse höher gewesen sei als bei der Picasso-Ausstellung, die in 103 Tagen 253.999 Besucher angezogen hatte.
Die Dáli-Ausstellung wird vom 20. September 2008 bis zum 20. Januar 2009 insgesamt 385 Objekte präsentieren, die neben 33 Bildern, 113 Zeichnungen, 111 Gravuren und 12 Lithografien Briefe, Notizen und persönliche Fotografien beinhalten.
Die Ausstellung ist Dienstags bisFreitags und Sonntags von 10 bis 18 Uhr zugänglich, am Samstag und Sonntag von 10 bis 22 Uhr. Die Preise betragen 10 YTL für ein Einzelticket und 7 YTL für Gruppentickets, Studenten bezahlen nur 3 YTL. mehr...
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Kultur / Kunst
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