Mittwoch, 1. Oktober 2008

Frau Unakıtan ging ein Licht auf

Der Türkeimonitor berichtete, dass ein vom türkischen Kabinett verabschiedetes Dekret am 13. August in Kraft trat, wonach öffentliche Einrichtungen in der Türkei fortan nur noch mit Energiesparlampen beleuchtet werden sollen. Derweil hat die älteste Tochter des türkischen Finanzministers Kemal Unakıtan, Zeynep Unakıtan, eine schlaue Geschäftsidee in die Tat umgesetzt: Sie gründete eine Firma, die unter anderem im großen Stil Energiesparlampen importiert und vertreibt. Bevorzugte Abnehmer der Produkte: Öffentliche Einrichtungen.

Wie die Milliyet berichtet, hat Zeynep Unakıtan gemeinsam mit dem befreundeten Geschäftsmann Ismail Kılıçlar die Firma "ZIA Energie-Technologie" gegründet. Dabei fällt auf, dass die Firmengründung nur kurze Zeit nach dem Kabinettserlass zur Umstellung auf Energiesparlampen erfolgte. Neben "klassischen" Energiesparlampen will sich die neue Firma vor allem auf den Vertrieb von QLEDs konzentrieren.

Laut türkischen Medien hält Zeynep Unakıtan 51% an dem Unternehmen, das mit einem Startkapital von 10.000 YTL ausgestattet ist. Unakıtan ist ferner gemeinsam mit anderen Familienmitgliedern an den Lebensmittelunternehmen "A.B Gıda" und "FAB Gıda", dem IT-Unternehmen "Telemobil Bilgi İletişim" und der Firma "SAB Makine" beteiligt.

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Aramäer beten am Grab von Scheich Fethullah Hamidi

Türkische Aramäer haben nach 93 Jahren ihrem einstigen Lebensretter und seinen Nachfahren gedankt.

Die aramäische Gemeinde der Türkei hat dem vor 61 Jahren verstorbenen Scheich Fethullah Hamidi gedacht, der für seine außerordentliche Toleranz berühmt war und der sie 1915 vor dem sicheren Massentod rettete. Eine äußerst zahlreiche Gruppe von Aramäern besuchte das Grab Hamidis sowie dessen Familie. An Hamidis Grab beteten die Christen für das Heil Hamidis und seiner Familie. Sein Nachfahre Sabahattin Hamidi empfing die Gruppe und nahm deren Glückwünsche zum Zuckerfest entgegen.

Der aramäische Priester Bitris Ögünc wies in seiner Rede darauf hin, dass die eigenen Väter und Großväter Fethullah Hamidi ihr Leben verdankten. Sabahattin Hamidi wiederum betonte die herzlichen Beziehungen zur aramäischen Gemeinde, die sich in regelmäßigen und beidseitigen Besuchen äußere.

In den Wirren des Ersten Weltkriegs gerieten die rund um Midyat bei Mardin lebenden Aramäer unter Verdacht, mit den Russen zu kooperieren. Einige Stämme wollten darauf hin an den Aramäern ein Exempel statuieren. Zum Zeitpunkt ihrer größten Not eilte den Aramäern der einflussreichste islamische Gelehrte der Region, Scheich Fethullah Hamidi, zu Hilfe. Er verhandelte aktiv mit den Belagerern, hinterließ bei den Aggressoren seinen Sohn Siracettin als Pfand und konnte somit schließlich maßgeblich zur friedlichen Beseitigung der immensen Spannungen beitragen.

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Türkisches Parlament nimmt die Arbeit wieder auf

Die Türkische Große Nationalversammlung nimmt heute nach der Sommerpause offiziell wieder die Arbeit auf.

Zum zweiten Mal in der Geschichte des Landes fällt der Auftakt des neuen Parlamentsjahres in das Zuckerfest, das in der Türkei als neuntägiger Feiertag begangen wird. Nach der Eröffnung durch Parlamentspräsident Köksal Toptan (AKP) und einer Rede von Staatspräsident Abdullah Gül (AKP) wird es heute Abend um 18 Uhr türkischer Zeit einen Empfang durch den Parlamentspräsidenten geben.

Anschließend vertagt sich das Parlament bis zur ersten regulären Sitzung, die am 7. Oktober statt finden soll. Anlässlich des Zuckerfestes besuchen die Führer der politischen Parteien heute einander und überbringen sich, trotz aller politischen und persönlichen Differenzen, ihre Glückwünsche.

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In türkischen Gefängnissen sind Menschen aus 87 Staaten inhaftiert

Nach Angaben des türkischen Justizministeriums befinden sich in türkischen Gefängnissen Staatsangehörige von 87 Staaten.

Die größte Gruppe bilden iranische Staatsangehörige mit 295 Häftlingen, gefolgt von 137 Syrern und 127 Turkmenen. Weiterhin befinden sich unter den Gefängnisinsassen 86 staatenlose Menschen, die auf türkisch als "Haymatlos" bezeichnet werden.

Hier die "Rangliste":

Iran (295), Syrien (137), Turkmenistan (127), Georgien (84), Bulgarien (67), Aserbaidschan (63), Afghanistan (55), Nigeria (49), England (48), Somalia (41), Moldawien (38), Mazedonien (32), Rumänien (32), Russland (31), Polen (19), Ruanda (19), Palästina (19), Ukraine (18), Deutschland (17), Tanzania (16), Ghana (13), Niederlande (13), Mauretanien (11), Irak (10), Albanien (9), Südafrika (9), Armenien (8), Usbekistan (8), Griechenland (7), Kasachstan (6), Algerien (6), Kosovo (6), Libanon (6), Pakistan (6), Serbien (6), Burundi (5), Kirgisien (5), Türkische Republik Nordzypern (5), Bangladesch (4), USA (4), Bosnien-Herzegowina (4), Brasilien (4), Frankreich (4), Guinea (4), Kenia (4), Äthiopien (3), Marokko (3), Kroatien (3), Spanien (3), Kongo (3), Liberia (3), Litauen (3), Sudan (3), Ex-Jugoslawien (3), Andorra (2), Bolivien (2), Burma (2), Tschechien (2), China (2), Dominikanische Republik (2), Elfenbeinküste (2), Phillipinen (2), Gambia (2), Israel (2), Schweden (2), Kamerun (2), Tadschikistan (2), Tunesien (2), Argentinien (1), Österreich (1), Belgien (1), Dänemark (1), Estland (1), Irland (1), Italien (1), Kanada (1), Libyen (1), Ungarn (1), Malawi (1), Malaysia (1), Ägypten (1), Portugal (1), Sierra Leone (1), Singapur (1), Surinam (1), Zimbabwe (1), "Haymatlos" (86)

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ICAT 2008 in Istanbul

In Istanbul findet am 13. und 14. November 2008 die vierte "International Conference on Automotive Technology" statt.

Nach Angaben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung findet die Konferenz "ICAT 2008" am 13. und 14. November 2008 im Hyatt Regency Hotel in Istanbul statt. Das Thema der diesjährigen Konferenz lautet "Alternative Technologies for the Reduction of CO2 Emissions".

Die Organisatoren der Konferenz rufen Fachleute verschiedener Disziplinen, die in der Automobilindustrie beschäftigt sind, dazu auf, neueste Entwicklungen und fortgeschrittene Technologien zu präsentieren. Interessenten können hier weitere Informationen abrufen.

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