Freitag, 22. August 2008

Çarşı ist zurück!

Die legendäre Fanvereinigung "Çarşı" hat sich auf ihrer Webseite zurückgemeldet. Man werde in der kommenden Saison wieder alles für Beşiktaş Istanbul geben.

So heißt es auf der Seite, dass die am 28. Mai getroffene Entscheidung zu pausieren aus vier Gründen getroffen wurde. Zunächst habe man dem Eindruck entgegenwirken wollen, dass die Marke Çarşı wichtiger geworden sei als der Fussballklub Beşiktaş. Zweitens habe es Gerüchte gegeben, wonach die Çarşı-Macher sich mittels der Vereinigung persönlich bereichert hätten. Drittens habe man die zunehmende Fragmentierung der Anhängerschaft von Beşiktaş Istanbul mit Sorge beobachtet. Viertens hätten ungesetzliche Aktivitäten Einzelner die ganze Vereinigung unter Generalverdacht gestellt.

Nun aber wolle man "Freund und Feind" mitteilen, dass Çarşı wieder da sei und sich lautstark für die Einigkeit im Beşiktaş-Lager stark machen werde.

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Türkischer Menschenrechtsverein erstattet Anzeige gegen Omar Al Baschir

Der türkische Menschenrechtsverein IHD erstattet Anzeige gegen den sudanischen Präsidenten Omar Al Baschir.

So hat die NGO beim Justizministerium beantragt, gegen den sudanesischen Führer nach Paragraf 13 des türkischen Strafgesetzbuches, wonach Verbrechen gegen die Menschlichkeit auch in den Zuständigkeitsbereich türkischer Gerichte fallen, selbst wenn sie von Ausländern im Ausland verübt werden. Als Beleg führt der IHD die vom Internationalen Strafgerichtshof gesammelten Belege für den Völkermord in Darfour an.

Al Baschir gab in Istanbul zu, dass in seinem Land Krieg herrscht, von einem Völkermord wollte er jedoch nichts wissen. Der Sudan werde vom Westen angegriffen, weil er die Nahostpolitik der USA nicht unterstütze. Nichtsdestotrotz erhalte der Sudan wichtige Unterstützung von arabischen Staaten, aus Afrika, von anderen islamischen Ländern und insbesondere der Türkei, so Al Baschir in Istanbul.

Er lud Pressevertreter dazu ein, sich im Sudan selbst ein Bild von der Lage zu machen. Organisationen, die bereits vor Ort sind, sprechen jedoch eine andere Sprache. So Spricht Amnesty International von insgesamt 290.000 Toten und zwei bis drei Millionnen Vertrieben.

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Türkei gewährt USA Zugang zum Schwarzen Meer

Das Ersuchen der US-Marine um eine Durchfahrtsgenehmigung durch die türkischen Meerengen wurde von türkischen Stellen positiv beantwortet. Die Konsequenzen dieser Entscheidung werden in der Türkei kontrovers diskutiert.

Das US-amerikanische Schiff "USS McFaul" passierte nach Augenzeugenberichten gegen 9 Uhr Ortszeit in Begleitung türkischer Partouillenboote die Dardanellen bei Çanakkale. Wenig später soll das unter NATO-Flagge kreuzende polnische Schiff "Pulaski" ebenfalls die Dardanellen passiert haben.

Sinan Oğan vom Strategieinstitut TÜRKSAM urteilte, dass das internationale Abkommen von Montreux mit der türkischen Entscheidung dauerhaft verwässert worden sei. So sei das Schwarze Meer die einzige Meeresregion der Welt gewesen, die die USA nicht hätten befahren könnten. Folglich hätten die USA ein großes Interesse daran, das Abkommen von Montreux auszuhebeln. Die georgischen Häfen seien für einen Schlag gegen den Iran von enormer Wichtigkeit. Viel wichtiger sei für die USA jedoch die Stationierung von Schiffsverbänden in Bulgarien, Rumänien und vor allem der Ukraine, die es zum Beitritt in die NATO ermutige. So hätten die USA in den genannten Ländern bereits Militärbasen eingerichtet, sie könnten die Häfen wegen des Vertrages von Montreux jedoch nicht anlaufen. Er beschuldigte die Türkei indirekt, zugunsten der USA einen Rechtsbruch geleistet zu haben.

Der Experte für Internationales Recht vom Strategieinstitut USAK, Dr. Yücel Acer, sieht durch die türkische Genehmigung hingegen zumindest kein rechtliches Problem. So regelten die Statuten des Vertrages eindeutig, dass bis zu 9 Schiffe eines Flottenverbundes die türkischen Meerengen passieren dürfen. Staaten, die über keine Schwarzmeerküste verfügten, dürften sich laut Vertrag mit ihren Schiffen trotzdem bis zu 21 Tage im Schwarzen Meer aufhalten.

Beide Experten warnten jedoch vor russischen Reaktionen auf die türkische Hilfestellung. Sollte die Durchfahrtsgenehmigung die feste Installation US-amerikanischer Verbände im Schwarzen Meer zur Folge haben, dürften nach einhelliger Meinung die kritischsten Zeiten im türkisch-russischen Verhältnis noch bevorstehen.

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Donnerstag, 21. August 2008

Ingenieure fordern Änderungen der Testbestimmungen für Beiboote

Nach dem tödlichen Ausgang eines Testversuchs auf dem Gelände der GISAN-Werft in Tuzla hat die Kammer der Schiffsbauingenieure in ihrem diesbezüglichen Untersuchungsbericht gefordert, den Werftenbetreibern gesetzlich vorzuschreiben, dass solche Tests ohne den Einsatz menschlicher Probanden durchgeführt werden müssen.

In dem 16-seitigen Bericht fordern die Ingenieure, dass der Test in vier Phasen erfolgen soll. Nach Angaben von Bianet fordern die Ingenieure den Gesetzgeber dazu auf, mit Bestimmungen und Verordnungen dafür Sorge zu tragen, dass die Seetauglichkeitsversuche an Beibooten in Zukunft ohne Menschen an Bord erfolgen sollen.

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Stimmenfang im Agrarsektor

Parlamentarier der CHP fordern von der Regierung Festlegung der Mindestpreise für Nüsse.

Obwohl die Türkei weltweit größter Produzent und Exporteur von Haselnüssen ist, sind es jedes Jahr die türkischen Bauern, die am wenigsten vom Kuchen abkriegen. Die Haselnüsse, die auch hierzulande zu unzähligen Produkten wie Nutella oder Ritter Sport in veredelter Form verarbeitet werden, kommen größtenteils aus der Türkei.

In einem Schwellenland wie der Türkei, in der immer noch ein Drittel aller Beschäftigten im Agrarsektor tätig sind, sind es oft agrarökonomische Problemfelder, die von den politischen Parteien jedes Jahr aufs Neue versucht werden für sich zu instrumentalisieren.

Derzeit sind es nach ntvmsnbc der Stellvertretende Fraktionsvorsitzende Kemal Anadol und der Abgeordnete Rahmi Güner von der CHP, die die Regierung dazu aufrufen sich auf die inländischen Aufgaben zu konzentrieren statt auf Ahmedinedschad oder Omar Al Baschir.

Sie fordern von der Regierung die längst überfällige Festlegung der Mindestpreise für das Kilo Nüsse, damit die Bauern Ihre Kosten kalkulieren und saisonal planen können. „Letzes Jahr um diese Zeit lag der Mindestpreis schon lange fest. Aber letztes Jahr waren ja auch Wahlen,“ so die CHP-Abgeordneten.

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Türkischer Menschenrechtsverein: Gleiches Recht für alle, nicht nur für Erbakan

Der türkische Menschenrechtsverein IHD fordert Staatspräsident Gül dazu auf, sein Begnadigungsrecht auch für Häftlinge zu nutzen, die ihm nicht unbedingt politisch nahe stehen.

Der Türkeimonitor berichtete, dass Gül seinen alten Weggefährten Necmettin Erbakan aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandes begnadigt hatte. Der türkische Menschenrechtsverein fordert für alle Gefangenen, deren Gesundheitszustand kritisch ist, das selbe Recht.

So steht die Organisation nach eigenen Angaben mit 52 Häftlingen in Kontakt, die dringend medizinische Versorgung benötigten.

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Erdogan fordert Haftstrafe für Witz

Ministerpräsident Erdogan hat gegen den Verantwortlichen der Zeitung "Milas Önder" Anzeige wegen Beleidigung erstattet. Seine Anwälte fordern für Melih Kaşkar eine Haftsrafe von bis zu zwei Jahren und acht Monaten.

Das unabhängige Nachrichtennetzwerk Bianet berichtet, dass Erdogans Anwälte Fatih Şahin und Muammer Cemaloğlu Anzeige wegen Verstosses gegen Paragraf 125 des türkischen Strafgesetzbuches erstattet haben. Das Verfahren findet vor der 2. Kammer des Zivilgerichts in Milas statt und wird am 23. September fortgeführt.

Ein Leserwitz, in dem Ministerpräsident Erdogan und Staatspräsident Gül als "ehrlos" ("şerefsiz") bezeichnet wurden, löste den Vorfall aus. Erdogan hat nach Angaben von Bianet in ähnlichen Fällen bereits gegen die Karikaturisten Sefer Selvi, Musa Kart und Mehmet Çağçağ sowie andere Publikationen geklagt.

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Diyanet-Sen erneuert Forderung nach Senkung des Mindestalters für Koranschulen

Die Gewerkschaft für türkische Imame fordert erneut die Senkung des Mindestalters für Koranschulen.

Der Präsident der Niederlassung der Gewerkschaft der türkischen Imame (Diyanet-Sen) in der anatolischen Provinzhauptstadt Denizli, Mustafa Örki, hat sich auf einer Pressekonferenz dafür ausgesprochen, dass Mindestalter für den Eintritt in eine Koranschule zu senken.

Örki begründet seine Forderung mit den Worten: "Wenn mit dem Religions- und Ethikunterricht in den Grundschulen in der 4. Klasse begonnen wird, sollte der Beginn der Sommerkorankurse ebnfalls an dieses Alter anknüpfen."

Laut Örki werden derzeit Millionen von Kindern, die unter 12 Jahre alt
sind Ihrer diesbezüglichen Bildung beraubt und daher dürfe man sich
nicht wundern, wenn die Menschen früher oder später gezwungen seien
andere Wege und Mittel zu finden, um Ihre Bedürfnisse zu befriedigen.

Die bisherige Gesetzgebung sieht es vor, dass Schüler offiziell
Koranschulen besuchen dürfen, wenn sie die 4. Klasse abgeschlossen
haben. An weiterführendem Koranschulunterricht darf bisher, erst nach
Abschluss der 5. Klasse teilgenommen werden.

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Was ist ein Türke?

Welche Minderheiten gibt es eigentlich in der Türkei? Welche Sprachen werden in der Türkei von wie vielen Menschen gesprochen? Auf diese Fragen gibt es leider keine konkreten Antworten. Der Länderreport von ethonologue.com gibt für die Türkei eine Vielzahl an Ethnien an, die ihre Sprachen noch beherrschen, doch sind diese Daten zum Teil recht veraltet.

So gibt das Ethnologenportal die Zahl der in der Türkei gesprochenen Sprachen mit 34 an.

Im europäischen Teil der Türkei verzeichnet die Seite 11 Sprachen. Dies sind Albanisch, Armenisch, Gagausisch, Bulgarisch, Domari, Griechisch, Ladino, Pontisch, Romani, Serbisch und Tatarisch. Von diesen Sprachen ist lediglich das Gagusische eine Turksprache.

Im asiatischen Teil der Türkei werden von ethnologue.com 23 Sprachen gezählt. Dies sind Abaza, Abchasisch, Adyghe (Tscherkessisch), Arabisch, Azeri, Krim-Türkisch, Dimli (Kurdisch), Georgisch, Hértevin (Chaldäisch), Kabardisch (Tscherkessisch), Kasakisch, Kirgisisch, Kurmandschi (Kurdisch), Kumykisch, Kurdisch, Lasisch, Ossetisch, Turkmenisch, Turoyo (Syryani), Uighurisch, Usbekisch. Von den für die asiatische Türkei genannten Sprachen sind Azeri, Krim-Türkisch, Kasakisch, Kirgisisch, Kumykisch, Turkmenisch, Uighurisch und Usbekisch reine Turksprachen.

Welche Sprache fehlt hier? Das in der Türkei als verbindliche Verkehrssprache installierte "Istanbul-Türkisch". Die meisten der oben genannten Minderheitensprachen werden nur noch mündlich tradiert. Doch woran liegt das? Die türkische Staatsräson hat sich eine Vorstellung vom türkischen Staatsbürger zu eigen gemacht, die vornehmlich auf Sprache und Religion beruht. Ausgehend von dem Modell Frankreichs hat man in der Türkei in den vergangenen 80 Jahren versucht, die ethnischen Unterschiede über die türkische Sprache zu minimieren. Die Sprache wurde somit zum "melting pot" der türkischen Assimilationsbemühungen.

Dieses Vorhaben scheint bei vielen Minderheiten geglückt zu sein. So sind die türkischen Abchasier, Albaner, Bosniaken, Tscherkessen, Georgier, Lasen, Pomaken und Tataren mittlerweile fester Bestandteil des nationalen kulturellen Geflechts, wenn auch um den Preis des Verlusts vieler ihrer kulturellen Eigenarten.

Ein weiterer Bestandteil des Türken-Ideals ist die islamisch-sunnitische Religion. Dieses Konstrukt wird bisweilen unter Verlust der ethnischen, d.h. insbesondere der sprachlichen und kulturellen Dimension, akzentuiert. So weist der Historiker Ilber Ortayli von der Galatasary-Universität darauf hin, dass im Zuge des Bevölkerungsaustausches zwischen der Türkei und Griechenland 1924 viele ethnische Türken, die Christen waren, nach Griechenland emigrieren mussten, und viele ethnische Griechen, die Muslime waren, in die Türkei übersiedeln mussten.

Zu den Verlierern dieser Staatsräson zählen zweifelsohne die Kurden und die Aleviten. Diese beiden Gruppen muss die Türkei endgütlig für sich gewinnen. Eine Türkei, die sprachliche und religiöse Freiheiten auch für jene Bürger realisiert, die nicht in dem seit 80 Jahren zementierten Modell des Protobürgers verortet werden können, kann nur gewinnen. Dazu muss die Türkei kein Bundesstaat werden und muss sich nicht verbiegen. Andernfalls läuft sie jedoch Gefahr, dass sie an den gesellschaftlichen Polarisierungen zerbricht. In manchen türkischen Feuilletons und Kolumnen geistert schon lange das Wort von der "positiven Diskriminierung" herum. Gemeint ist hiermit die Möglichkeit gesellschaftlicher Teilhabe ohne den Verlust der kulturellen Identität.

Welchen Weg die Türkei auch einschlägt, sie muss die Scheuklappen wegwerfen und sich der kulturellen Schätze ihrer Bürger annehmen.

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Bombenanschlag in Izmir

In der an der türkischen Westküste gelegenen Stadt Izmir sind heute bei einer Detonation einer Autobombe 16 Menschen verletzt worden, eines der Opfer befindet sich in kritischem Zustand.

Der Anschlag ereignete sich um 7.45 Uhr Ortszeit.

Durch die Detonation wurden 8 Polizisten, 3 Soldaten und 5 Zivilisten verletzt. Medienangaben zu Folge wurde ein mit Platsiksprengstoff präpariertes Auto ferngezündet zur Explosion gebracht, als ein Polizeifahrzeug und ein Militärfahrzeug vorbeifuhren.

Izmir ist somit zum wiederholten Mal Ort eines terroristischen Anschlags geworden. Bereits letztes Jahr ist eine Bombe auf einem Marktplatz explodiert und fordertere einen Toten und 14 Verletzte.

Wer für den jüngsten Anschlag verantwortlich ist, ist noch nicht bekannt

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Mittwoch, 20. August 2008

Kabinett bespricht EU-Reformpaket

Regierungssprecher Cemil Çiçek erklärte, dass das türkische Kabinett einen Entwurf des als "Nationalen Plan" bezeichneten Vier-Jahres-Plans besprochen hat. Hierin werden die Ziele der Türkei für eine Annäherung an die EU beschrieben.

Das Dokument ist in drei thematische Schwerpunkte unterteilt. Der erste Punkt beschreibt politische Kriterien. Der zweite Punkt berücksichtigt wirtschaftliche Kriterien. Der dritte Punkt beschäftigt sich mit den zu tragenden Pflichten im Falle einer Mitgliedschaft. Das über 400 Seiten starke Dokument ist somit als Antwort auf die Forderungen aus Brüssel zu verstehen, wonach die Türkei die nötigen Reformen mit einem höheren Tempo durchsetzen müsse.

Çiçek sagte, dass die Türkei die Umsetzung der Reformen in zwei Stufen plane. Die als kurzfristig bezeichneten Reformen sollen innerhalb der nächsten zwei Jahre umgesetzt werden. Die mittelfristigen Reformziele sollen in den nächsten drei bis 4 Jahren erreicht werden.

Die türkische Regierung plane die Reform von 131 Gesetzen, worunter auch einige Verfassungsartikel seien. Ferner strebe man die Reform von 342 Verordnungen und Bestimmungen an. In Bezug auf die 33 Verhandlungskapitel erachtet die türkische Regierung die Reform von weiteren 473 Verordnungen als nötig.

Konkrete Gesetze oder Bestimmungen, die reformiert werden sollen, sprach Çiçek jedoch nicht an. Auch der Zeitpunkt der Verabschiedung des Vier-Jahres-Plans ist noch offen.

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Anstifter zum Dink-Mord festgenommen

Der Bruder des Mörders von Hrant Dink, Yasin Hayal, wurde in Untersuchungshaft genommen.

Yasin Hayals älterer Bruder Osman Hayal gilt nach bisherigen Erkenntnissen als Anstifter zum Mord an Hrant Dink. Osman Hayal wird zur Zeit bei der Anti-Terror-Polizei festgehalten und verhört. Ein Grund für die späte Festnahme Hayals wurde nicht genannt.

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Anklage im Mordfall "Pippa Bacca"

Die italienische Künstlerin Giuseppina Pasqualino Di Marineo, die sich "Pippa Bacca" nannte, wurde in der Türkei mißbraucht und anschließend ermordet. Nun hat die Staatsanwaltschaft die Anklage gegen den inhaftierten Täter vor Gericht eingereicht und fordert lebenslange Haft ohne die Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung.

Das Verfahren gegen den als Täter ermittelten Murat Karataş wird vor dem Strafgericht in Gebze statt finden. Karataş hatte die 33-jährige ermordet, nachdem er sie vergewaltigt hatte. Die Polizei konnte ihn ausfindig machen, als er seine SIM-Karte in ihr Handy einlegte.

Die Staatsanwaltschaft fordert für Karataş lebenslange Haft ohne die Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung.

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Manu Chao hat Sulukule nicht vergessen

Manu Chao hat beim letzten Konzert seiner Europatournee im französischen Bayonne ein Konzert mit der Aufschrift "Sulukule wird nicht verstummen" getragen.

Manu Chao weist, wie der Türkeimonitor berichtete, seit Januar 2008 auf seiner Homepage auf die Situation in dem Istanbuler Stadtteil hin und ruft dazu auf, Protestbriefe an Ministeroräsident Erdogan und Staatspräsident Gül zu schreiben. Der mehrheitlich von Roma bewohnte Stadtteil Sulukule soll modernisiert werden. Kritiker befürchten, dass unter dem Deckmantel der Modernisierung Spekulationsobjekte errichtet werden und die Roma aus ihrem Viertel, in dem sie seit Jahrhunderten leben, vertrieben werden sollen.

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Nordische Kunst in Istanbul

In der Istanbuler Kunst- und Veranstaltungsgalerie santralistanbul findet bis zum 30. Oktober die Ausstellung "Tense Territories" der jungen skandinavischen Künstler Saskia Holmkvist, Sini Pelkki, Jussi Puikkonen, Carrie Schneider und Sauli Sirviö statt.

Die nordischen Künstler sind mit Foto- und Videoarbeiten vertreten.

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Türkei will Entwicklungshilfe für Afrika erhöhen

Ministerpräsident Erdogan hat im Rahmen des Afrika-Gipfels eine Erhöhung der türkische Entwicklungshilfe angekündigt.

So sagte Erdogan, dass die türkische Entwicklungshilfe für Afrika in den letzten drei Jahren zwischen US$ 600 Mio. und US$ 750 Mio. gelegen habe. Wenn man die Hilfe nichtstaatlicher Akteure aus der Türkei hinzu rechne, liege die Summe der aus der Türkei geleisteten Entwicklungshilfe bei US$ 1,1 Mrd. bis US$ 1,7 Mrd. Er könne versprechen, dass sich diese Summe noch erhöhen wird.

Die staatliche Agentur für Entwicklung uns Zusammenarbeit TIKA, die Büros in Senegal, Sudan und Äthiopien unterhält und die Eröffnung weiterer Niederlassungen in Afrika plant, spiele hierbei eine große Rolle. Die Türkei werde in 15 afrikanischen Staaten Botschaften einrichten, um die Beziehungen mit den afrikanischen Staaten noch weiter zu intensivieren.

Als Erbin des Osmanischen Reiches betrachte die Türkei, so Erdogan, Afrika mit andren Augen als andere Staaten. Er können, so die Radikal, ruhigen Gewissens behaupten, dass sich in der türkischen Musik Einflüsse afrikanischer Musik befänden, in der türkischen Küche afrikanische Geschmäcke und in der türkischen Sprache afrikanische Laute.

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Freistil-Ringer: Die Türkei holt erste Goldmedaille in Peking

Bei den 29. Olympischen Sommerspielen von Peking setzte sich heute der amtierende Weltmeister Ramazan Şahin in der Klasse bis 66kg gegen den Ukrainer Andrij Stadnik mit einem 6:5-Punktsieg durch und sicherte der Türkei somit die erste Goldmedaille.

Der 25 jährige Şahin hat seit drei Jahren die türkische Staatsbügerschaft. Ursprünglich kommt er aus der im südlichen Teil Russlands gelegenen Republik Dagestan.

Premier Tayyip Erdoğan dürfte es jedenfalls gefreut haben, nachdem er kürzlich bei der Eröffnung eines neuen Sportzentrums in Istanbul folgende mahnende Worte sprach: “Wie kann es sein, dass ein einziger Mensch es schafft acht Goldmedaillen zu gewinnen und wir als Nation nicht eine? Es ist unsere Aufgabe die richtigen Konsequenzen aus den Spielen in Peking zu ziehen, um in Zukunft auch in anderen Sportarten als Fußball zu punkten.“

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