Die Vereinigung der Frauen in der türkischen Regierungspartei AKP veranstaltet eine Konferenz, die die Rolle der Frau in der Geschäftswelt thematisieren soll. Die Vorsitzende Fatma Şahin hat auch schon einen Stargast geladen: Angelina Jolie.
Wie Fatma Şahin mitteilte, habe man die amerikanische Schauspielerin Angeline Jolie zu der Konferenz geladen, weil sie ein Vorbild für aktive und engagierte Frauen sei. Terry Neese und Mona Diamond aus den USA sowie Manail Anis aus Pakistan hätten bereits zugesagt, so die Vorsitzende.
Auf die Frage, wie Jolie reagiert habe, antwortete Şahin, dass die Schauspielerin sich eine Spende an arme Länder erwünscht habe. Jedoch sei man eine Regierungspartei und könne deswegen keinerlei Geld für geladene Gäste bezahlen. Dies habe man Jolies Management mitgeteilt und warte nun auf dessen Antwort.
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Dienstag, 14. Oktober 2008
Frankfurter Buchmesse wird heute eröffnet
Die 60. Frankfurter Buchmesse wird heute im Beisein des türkischen Staatspräsidenten Abdullah Gül und des Literaturnobelpreisträgers Orhan Pamuk eröffnet.
Die Türkei, die als “Ehrengast 2008” zugegen ist, wird sich mit rund 300 Autoren und 700 Künstlern auf einer Fläche von 4060 m² präsentieren. Die literarische Eröffnungsrede wird der türkische Literaturnobelpreisträger Orhan Pamuk halten. Frank-Walter Steinmeier wird die deutsche Regierung bei der Eröffnungsfeier, die heute um 17 Uhr im Congresss Center auf dem Frankfurter Messegelände beginnt, vertreten.
Das Synfonieorchester des türkischen Staatspräsidenten wird gemeinsam mit dem Chor der Frankfurter Musikakademie Ahmed Adnan Saygun´s “Yunus Emre Oratorium” aufführen - natürlich auf Deutsch. Das umfangreiche Rahmenprogramm zur Gastresidentur der Türkei ist hier zu finden.
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Die Türkei, die als “Ehrengast 2008” zugegen ist, wird sich mit rund 300 Autoren und 700 Künstlern auf einer Fläche von 4060 m² präsentieren. Die literarische Eröffnungsrede wird der türkische Literaturnobelpreisträger Orhan Pamuk halten. Frank-Walter Steinmeier wird die deutsche Regierung bei der Eröffnungsfeier, die heute um 17 Uhr im Congresss Center auf dem Frankfurter Messegelände beginnt, vertreten.
Das Synfonieorchester des türkischen Staatspräsidenten wird gemeinsam mit dem Chor der Frankfurter Musikakademie Ahmed Adnan Saygun´s “Yunus Emre Oratorium” aufführen - natürlich auf Deutsch. Das umfangreiche Rahmenprogramm zur Gastresidentur der Türkei ist hier zu finden.
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Hat die türkische Armee dem Angriff auf Aktütün untätig zugesehen?
Die Zeitung Taraf hat angegeben, im Besitz von militärischen Dokumenten zu sein, die belegen sollen, dass die türkische Armee seit langer Zeit von den Anschlagsplänen auf die Grenzstation in Aktütün unterrichtet war und untätig zugesehen hat.
Wie die Zeitung Taraf berichtet, liegen ihr geheime Protokolle der militärischen Aufklärung vor, wonach die Anschlagsvorbereitungen der PKK lange Zeit vor dem Angriff am 3. Oktober 2008 absehbar waren. Das Fazit: Der Anschlag, bei dem insgesamt 17 Soldaten ums Leben kamen, hätte verhindert werden können.
Im Rahmen einer nachrichtendienstlichen Kooperation mit den USA erhält die Türkei Zugriff auf die Bilder zahlreicher unbemannter Drohnen, die die türkisch-irakische Grenze permanent “im Auge” behalten. Schon einen Monat vor dem Angriff, am 5. Sptember 2008, zeichneten die Aufklärungsflugzeuge die Bewegung einer 80-köpfigen Gruppe der PKK von der iranisch-irakischen Grenze hin zur irakisch-türkischen Grenze mitsamt deren Koordinaten auf. Das Kommando für elektronische Systeme des türkischen Generalstabs wurde augenblicklich und fortan ständig von den Bewegungen der Gruppe unterrichtet.
Nur fünf Tage vor dem Angriff, am 29. September 2008, hat der für die nachrichtendienstliche Aufklärung zuständige Offizier Zafer Kilic in einem Dokument höchster Geheimhaltung und Dringlichkeit darauf hingewiesen, dass in den folgenden Tagen ein Anschlag auf türkischem Boden, nahe der irakischen Grenze erfolgen werde, da die PKK schweres Geschütz in die Region verbracht habe und die Bewohner einiger Dörfer in der Region dazu aufgefordert habe, ihre Dörfer zu räumen.
Am 2. Oktober 2008 wies der Offizier Ferdi Korkmaz in einem nachrichtendienstlichen Bericht auf die Aktivitäten der PKK in der Region hin, in der diese einen Tag später zuschlagen sollte. Der Bericht des Offiziers enthält detaillierte Angaben über die Bewegungskoordinaten der Gruppe, ihre Anzahl und sogar über die Anzahl der von der PKK zu Transportzwecken und als “Minenaufklärer” eingesetzten Maultiere.
Am Morgen des 3. Oktober 2008, dem Tag des Angriffs, konnte der türkische Generalstab über die unbemannten Drohnen in Echtzeit beobachten, wie sich die Kämpfer der PKK in den um die Grenzstation Aktütün befindlichen Hügeln auf den Angriff vorbereiteten, ihre schweren Waffen positionierten und ihr Rückzugsgebiet verminten.
Laut Taraf weisen die Aufnahmen der Drohnen ein bemerkenswertes Detail auf. Die Kameras, die die Vorbereitungen der PKK aufnehmen, schwenken plötzlich auf die Grenzstation Aktütün um, ganz so, als wenn ein Angriff unmittelbar erwartet wird.
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Wie die Zeitung Taraf berichtet, liegen ihr geheime Protokolle der militärischen Aufklärung vor, wonach die Anschlagsvorbereitungen der PKK lange Zeit vor dem Angriff am 3. Oktober 2008 absehbar waren. Das Fazit: Der Anschlag, bei dem insgesamt 17 Soldaten ums Leben kamen, hätte verhindert werden können.
Im Rahmen einer nachrichtendienstlichen Kooperation mit den USA erhält die Türkei Zugriff auf die Bilder zahlreicher unbemannter Drohnen, die die türkisch-irakische Grenze permanent “im Auge” behalten. Schon einen Monat vor dem Angriff, am 5. Sptember 2008, zeichneten die Aufklärungsflugzeuge die Bewegung einer 80-köpfigen Gruppe der PKK von der iranisch-irakischen Grenze hin zur irakisch-türkischen Grenze mitsamt deren Koordinaten auf. Das Kommando für elektronische Systeme des türkischen Generalstabs wurde augenblicklich und fortan ständig von den Bewegungen der Gruppe unterrichtet.
Nur fünf Tage vor dem Angriff, am 29. September 2008, hat der für die nachrichtendienstliche Aufklärung zuständige Offizier Zafer Kilic in einem Dokument höchster Geheimhaltung und Dringlichkeit darauf hingewiesen, dass in den folgenden Tagen ein Anschlag auf türkischem Boden, nahe der irakischen Grenze erfolgen werde, da die PKK schweres Geschütz in die Region verbracht habe und die Bewohner einiger Dörfer in der Region dazu aufgefordert habe, ihre Dörfer zu räumen.
Am 2. Oktober 2008 wies der Offizier Ferdi Korkmaz in einem nachrichtendienstlichen Bericht auf die Aktivitäten der PKK in der Region hin, in der diese einen Tag später zuschlagen sollte. Der Bericht des Offiziers enthält detaillierte Angaben über die Bewegungskoordinaten der Gruppe, ihre Anzahl und sogar über die Anzahl der von der PKK zu Transportzwecken und als “Minenaufklärer” eingesetzten Maultiere.
Am Morgen des 3. Oktober 2008, dem Tag des Angriffs, konnte der türkische Generalstab über die unbemannten Drohnen in Echtzeit beobachten, wie sich die Kämpfer der PKK in den um die Grenzstation Aktütün befindlichen Hügeln auf den Angriff vorbereiteten, ihre schweren Waffen positionierten und ihr Rückzugsgebiet verminten.
Laut Taraf weisen die Aufnahmen der Drohnen ein bemerkenswertes Detail auf. Die Kameras, die die Vorbereitungen der PKK aufnehmen, schwenken plötzlich auf die Grenzstation Aktütün um, ganz so, als wenn ein Angriff unmittelbar erwartet wird.
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Verhandlungen mit Barzani beginnen
Eine Delegation türkischer Diplomaten hat nach vier Jahren Unterbrechung wieder direkte Gespräche mit Mesud Barzani aufgenommen, dem Führer des Nordirak.
Die Delegation des türkischen Außenministeriums unter dem Vorsitz des Sondergesandten für den Irak, Murat Özcelik, ist zu den ersten direkten Verhandlungen mit der kurdischen Führung des Nordirak seit vier Jahren zusammen gekommen. Nach den Gesprächen in der “Grünen Zone” in Bagdad wird die Delegation mit dem irakischen Ministerpräsidenten Nuri El Maliki zusammentreffen.
Die Türkei hat vor geraumer Zeit über die USA sowie über die Bagdader Zentralregierung einige Forderungen an den Nordirak gestellt:
Die Anerkennung der PKK als Terrororganisation.
Die Auslieferung von PKK-Kadern, die sich nachweislich und unbehelligt im Nordirak aufhalten.
Das Verbot aller Organisationen, die mit der PKK gemeinsame Sache machen.
Diese Forderungen werden nun erneut gestellt. Ferner wird die türkische Seite dem Nordirak laut NTV anbieten, jene Gebiete gemeinsam mit der Türkei zu kontrollieren, die sich nach Barzanis Aussage seiner Kontrolle entziehen. Unterdessen betonte Ministerpräsident Erdogan nach Angaben der Zeitung Taraf, dass die Gespräche mit den nordirakischen Kurden auf “unterster Ebene” stattfänden. Es sei unwahr, dass man Nedschirwan Barzani, den Chef der kurdischen Autonomieregierung, nach Ankara eingeladen hätte. mehr...
Die Delegation des türkischen Außenministeriums unter dem Vorsitz des Sondergesandten für den Irak, Murat Özcelik, ist zu den ersten direkten Verhandlungen mit der kurdischen Führung des Nordirak seit vier Jahren zusammen gekommen. Nach den Gesprächen in der “Grünen Zone” in Bagdad wird die Delegation mit dem irakischen Ministerpräsidenten Nuri El Maliki zusammentreffen.
Die Türkei hat vor geraumer Zeit über die USA sowie über die Bagdader Zentralregierung einige Forderungen an den Nordirak gestellt:
Die Anerkennung der PKK als Terrororganisation.
Die Auslieferung von PKK-Kadern, die sich nachweislich und unbehelligt im Nordirak aufhalten.
Das Verbot aller Organisationen, die mit der PKK gemeinsame Sache machen.
Diese Forderungen werden nun erneut gestellt. Ferner wird die türkische Seite dem Nordirak laut NTV anbieten, jene Gebiete gemeinsam mit der Türkei zu kontrollieren, die sich nach Barzanis Aussage seiner Kontrolle entziehen. Unterdessen betonte Ministerpräsident Erdogan nach Angaben der Zeitung Taraf, dass die Gespräche mit den nordirakischen Kurden auf “unterster Ebene” stattfänden. Es sei unwahr, dass man Nedschirwan Barzani, den Chef der kurdischen Autonomieregierung, nach Ankara eingeladen hätte. mehr...
Ein Foltertagebuch
Der Tod von Engin Ceber wirft ein düsteres Licht auf die Türkei. Der Mann, der festgenommen wurde, weil er eine Zeitschrift verteilte, starb an den Folgen übelster Misshandlungen. Ob Einzelfall oder nicht, die perverse Chronik seines Leids muss zum Schandfleck auf der Weste der Türkei werden.
28. September 2008
Engin Ceber wurde am 28. September 2008 im Istanbuler Stadtteil Sariyer verhaftet, weil er die Zeitschrift “Yürüyüs” verkaufte. Das Mitglied der Föderation für Grundrechte tat dies gemeinsam mit Özgür Karakaya, Cihan Gün, Aysu Baykal und Gözde Buldu. Die Polizei unterband den Verkauf der Zeitschrift, prügelte auf die Aktivisten ein und verbrachte sie auf die Polizeiwache in Istinye.
Der diensthabende Arzt des Krankenhauses in Istinye notierte um 17:40 Uhr zum Gesundheitszustand Cebers: “Abschürfungen auf der Oberlippe, Schwellungen auf dem linken Augenlid, Abschürfungen auf dem rechten Knie und Ellenbogen, 4x5cm große Schwellung auf dem Hinterkopf…”
29. September 2008
Gleich in den ersten Stunden dieses Tages wurden die Festgenommenen wieder ins Krankenhaus in Istinye gebracht. Der diensthabende Arzt stellte um 1:20 Uhr fest, dass das Maß an körperlicher Misshandlung stetig anstieg: “5x5cm große Quetschung am rechten Augenlid,1x1cm großer Riss am linken Augenlid, Schwellungen am rechten Frontal und Temporal. Der Patient klagt über Kopfschmerzen. 1x1cm großer Riss am rechten Knie. Kann in Folge von Schleifen oder Tritt erfolgt sein.”
Darauf hin wurde Ceber ins Etfal Krankenhaus in Sisli verbracht. Dort wurde festgestellt, dass die Schädelverletzungen Cebers nahe legen, dass diese auf Gewalteinwirkungen zurück gehen. Am selben Tag wurden die Festgenommenen in Sariyer wegen Widerstands gegen Polizeibeamte angeklagt. Alle außer Gözde Buldu wurden verhaftet, die Männer ins Gefängnis Metris gebracht. Die Anwälte der nun Angeklagten wiesen darauf hin, dass im Rahmen dieser Anklagepunkte kein Haftbefehl nötig sei und ihre Mandanten vorläufig auf freiem Fuß bleiben könnten.
Enging Ceber erklärte dem Arzt bei seiner letzten Untersuchung im Krankenhaus in Istinye, dass er aufgrund von Schlägen starke Kopf- und Rückenschmerzen habe.
30. September - 5. Oktober 2008
Während die Türkei das Zuckerfest feierte, erlitten die Insassen des Metris Gefängnisses unvorstellbare Qualen. Cihan Gül gab in einer späteren Aussage Folgendes zu Protokoll: “Die Gendarmerie forderte uns dazu auf, uns zu entkleiden. Wir lehnten dies ab. Darauf hin trat ein kurzhaariger und helläugiger Offizier hervor und schlug mit einem Holzknüppel 2 bis 3 Minuten auf unsere Körper und Köpfe ein. Unsere Kleider wurden uns mit Gewalt vom Leib gerissen… Am Dienstag Morgen waren wir nicht in der Lage, uns zum Frühappell aufzustellen, weswegen 4 bis 5 Vollzugsbeamte mit Eisenstangen, Plastikstühlen, Hände und Füßen 5 Minuten auf uns einprügelten. Aus dem selben Grund wurden wir Dienstag Abend von 15 Beamten 15 Minuten geprügelt. Am Mittwoch schlugen 15 Vollzugsbeamte 30 Minuten mit den erwähnten Gerätschaften auf uns ein…”
6. Oktober
Der Rechtsanwalt des Büros für das Recht des Volkes Taylan Tanay besuchte nach dem Ende der Feiertage die Insassen des Gefängnisses Metris. Ceber erklärte seinem Anwalt, dass er zweimal täglich schwer geprügelt und misshandelt werde und er befürchte, das Gefängnis nicht mehr lebend verlassen zu können.
7. Oktober 2008
Die Anwälte Taylan Tanay und Oya Aslan verständigten die Ärztekammer Istanbuls und den Verein Zeitgenössischer Juristen (CHD) und ersuchten um die sofortige Bildung einer Delegation
8. Oktober 2008
Eine fünfköpfige Delegation von Juristen des CHD wurde morgens im Gefängnis Metris vorstellig. Als die Delegation forderte, auch Engin Ceber zu Gesicht zu bekommen, wurde ihnen mitgeteilt, dass der Gefängnisdirektor sie erwarte. Sein Anliegen: “Wir haben schlechte Nachrichten, er ist verstorben…” Cebers Zustand hatte sich in der Nacht zuvor dramatisch verschlechtert, so dass er ins Krankenhaus Istinye eingeliefert wurde.
9. Oktober 2008
Die Anwälte und die Familie Cebers fanden sich vor dem Krankenhaus in Istinye ein. Die Gendarmerie sicherte die Tür und ließ die Angehörigen nicht zu Cebers Leiche vor. Ceber war an einem Hirntod gestorben.
10. Oktober 2008
Die Ärzte erklärten den 29-jährigen Engin Ceber offiziell für tot.
Epilog
Der türkische Justizminister Mehmet Ali Sahin hat heute vor der Presse verkündet, dass 19 Personen, die verdächtigt werden, an dem Tod Cebers schuldig zu sein, suspendiert wurden und dass gegen diese Personen Ermittlungen liefen. Er entschuldigte sich im Namen der Republik Türkei und im Namen seiner Regierung für den Tod Cebers. Sahin erklärte, dass im Verlauf der Ermittlungen gegen noch mehr Personen ermittelt werden könne. Unter den suspendierten Personen befinden sich neben diversen Vollzugsbeamten auch ein Arzt, der Ceber bescheinigt hatte, bei guter Gesundheit zu sein, ohne diesen in Augenschein genommen zu haben.
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28. September 2008
Engin Ceber wurde am 28. September 2008 im Istanbuler Stadtteil Sariyer verhaftet, weil er die Zeitschrift “Yürüyüs” verkaufte. Das Mitglied der Föderation für Grundrechte tat dies gemeinsam mit Özgür Karakaya, Cihan Gün, Aysu Baykal und Gözde Buldu. Die Polizei unterband den Verkauf der Zeitschrift, prügelte auf die Aktivisten ein und verbrachte sie auf die Polizeiwache in Istinye.
Der diensthabende Arzt des Krankenhauses in Istinye notierte um 17:40 Uhr zum Gesundheitszustand Cebers: “Abschürfungen auf der Oberlippe, Schwellungen auf dem linken Augenlid, Abschürfungen auf dem rechten Knie und Ellenbogen, 4x5cm große Schwellung auf dem Hinterkopf…”
29. September 2008
Gleich in den ersten Stunden dieses Tages wurden die Festgenommenen wieder ins Krankenhaus in Istinye gebracht. Der diensthabende Arzt stellte um 1:20 Uhr fest, dass das Maß an körperlicher Misshandlung stetig anstieg: “5x5cm große Quetschung am rechten Augenlid,1x1cm großer Riss am linken Augenlid, Schwellungen am rechten Frontal und Temporal. Der Patient klagt über Kopfschmerzen. 1x1cm großer Riss am rechten Knie. Kann in Folge von Schleifen oder Tritt erfolgt sein.”
Darauf hin wurde Ceber ins Etfal Krankenhaus in Sisli verbracht. Dort wurde festgestellt, dass die Schädelverletzungen Cebers nahe legen, dass diese auf Gewalteinwirkungen zurück gehen. Am selben Tag wurden die Festgenommenen in Sariyer wegen Widerstands gegen Polizeibeamte angeklagt. Alle außer Gözde Buldu wurden verhaftet, die Männer ins Gefängnis Metris gebracht. Die Anwälte der nun Angeklagten wiesen darauf hin, dass im Rahmen dieser Anklagepunkte kein Haftbefehl nötig sei und ihre Mandanten vorläufig auf freiem Fuß bleiben könnten.
Enging Ceber erklärte dem Arzt bei seiner letzten Untersuchung im Krankenhaus in Istinye, dass er aufgrund von Schlägen starke Kopf- und Rückenschmerzen habe.
30. September - 5. Oktober 2008
Während die Türkei das Zuckerfest feierte, erlitten die Insassen des Metris Gefängnisses unvorstellbare Qualen. Cihan Gül gab in einer späteren Aussage Folgendes zu Protokoll: “Die Gendarmerie forderte uns dazu auf, uns zu entkleiden. Wir lehnten dies ab. Darauf hin trat ein kurzhaariger und helläugiger Offizier hervor und schlug mit einem Holzknüppel 2 bis 3 Minuten auf unsere Körper und Köpfe ein. Unsere Kleider wurden uns mit Gewalt vom Leib gerissen… Am Dienstag Morgen waren wir nicht in der Lage, uns zum Frühappell aufzustellen, weswegen 4 bis 5 Vollzugsbeamte mit Eisenstangen, Plastikstühlen, Hände und Füßen 5 Minuten auf uns einprügelten. Aus dem selben Grund wurden wir Dienstag Abend von 15 Beamten 15 Minuten geprügelt. Am Mittwoch schlugen 15 Vollzugsbeamte 30 Minuten mit den erwähnten Gerätschaften auf uns ein…”
6. Oktober
Der Rechtsanwalt des Büros für das Recht des Volkes Taylan Tanay besuchte nach dem Ende der Feiertage die Insassen des Gefängnisses Metris. Ceber erklärte seinem Anwalt, dass er zweimal täglich schwer geprügelt und misshandelt werde und er befürchte, das Gefängnis nicht mehr lebend verlassen zu können.
7. Oktober 2008
Die Anwälte Taylan Tanay und Oya Aslan verständigten die Ärztekammer Istanbuls und den Verein Zeitgenössischer Juristen (CHD) und ersuchten um die sofortige Bildung einer Delegation
8. Oktober 2008
Eine fünfköpfige Delegation von Juristen des CHD wurde morgens im Gefängnis Metris vorstellig. Als die Delegation forderte, auch Engin Ceber zu Gesicht zu bekommen, wurde ihnen mitgeteilt, dass der Gefängnisdirektor sie erwarte. Sein Anliegen: “Wir haben schlechte Nachrichten, er ist verstorben…” Cebers Zustand hatte sich in der Nacht zuvor dramatisch verschlechtert, so dass er ins Krankenhaus Istinye eingeliefert wurde.
9. Oktober 2008
Die Anwälte und die Familie Cebers fanden sich vor dem Krankenhaus in Istinye ein. Die Gendarmerie sicherte die Tür und ließ die Angehörigen nicht zu Cebers Leiche vor. Ceber war an einem Hirntod gestorben.
10. Oktober 2008
Die Ärzte erklärten den 29-jährigen Engin Ceber offiziell für tot.
Epilog
Der türkische Justizminister Mehmet Ali Sahin hat heute vor der Presse verkündet, dass 19 Personen, die verdächtigt werden, an dem Tod Cebers schuldig zu sein, suspendiert wurden und dass gegen diese Personen Ermittlungen liefen. Er entschuldigte sich im Namen der Republik Türkei und im Namen seiner Regierung für den Tod Cebers. Sahin erklärte, dass im Verlauf der Ermittlungen gegen noch mehr Personen ermittelt werden könne. Unter den suspendierten Personen befinden sich neben diversen Vollzugsbeamten auch ein Arzt, der Ceber bescheinigt hatte, bei guter Gesundheit zu sein, ohne diesen in Augenschein genommen zu haben.
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Montag, 13. Oktober 2008
Erdoğan wiederholt sich: Die Auswirkungen der globalen Finanzkrise auf die Türkei werden minimal sein
Vom 13. bis zum 19. Oktober findet in der Türkei die „11. Außenhandelswoche“ statt, in welcher die Bedeutung türkischer Exporteure für die türkische Wirtschaft thematisiert wird. Landesweit werden hierzu diverse Veranstaltungen, wie B. Seminare zur Intensivierung der wirtschaftlichen Beziehungen mit Nachbarländern und Preisverleihungen für erfolgreiche Exporteure veranstaltet. In einem Interview, welches im Anschluss an die Eröffnung der 11. Außenhandelswoche statt fand, räumte der türkische Premier Reccep Tayyıp Erdoğan heute ein, dass auch die Türkei die Auswirkungen der globalen Finanzkrise zu spüren bekommen werde, diese seien aber nur minimal.
Erdoğan betonte, dass die Türkei bereits Lehren aus vergangenen ökonomischen Krisen gezogen hätte und somit bestens vorbereitet sei. Vielmehr gebe es indes einige Herrschaften, die auf den Ausbruch einer Wirtschaftkrise in der Türkei ungeduldig warten, um politischen und wirtschaftlichen Erfolg aus eben dieser erzielen. „Aber diese Gelegenheit werden wir Ihnen nicht geben“, so Erdoğan weiter. Nach sondakika.com soll Erdoğan in seiner Rede, ohne konkrete Namen zu nennen, den türkischen Industriellen-Verband TÜSIAD attackiert haben. Wie der Türkeimonitor bereits berichtete, hatte die Vorsitzende der TÜSIAD Arzuhan Yalçındağ bereits vor den definitiv eintretenden Auswirkungen der globalen Finanzkrise auf die Türkei gewarnt.
Indes werden die Stimmen derjenigen, die vor den Folgen der Finanzkrise auf die Türkei warnen, immer zahlreicher. Der Präsident der Istanbuler Handelskammer (ITO), Dr. Murat Yalçıntaş, betonte, dass sich die Weltwirtschaft gegenwärtig in einem Restaurationsprozess befinde und dass die Istanbuler Handelskammer bereits einen Bericht zur Finanzkrise vorbereitet habe, welchen sie an die Regierung weiterleiten werde. Yalçıntaş warnt die Türkei auf der Internetseite der ITO davor, die Augen vor der Finanzkrise verschließen. Vielmehr müsse die Regierung im Vorfeld alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um vorbereitet auf die Auswirkungen der Finanzkrise zu sein. Insbesondere der türkischen Zentralbank falle diesbezüglich eine besondere Rolle zu, so Yalçıntas. Diese müsse die Entwicklungen im türkischen Bankensektor antizipieren, um rechtzeitig und schnell reagieren zu können.
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Erdoğan betonte, dass die Türkei bereits Lehren aus vergangenen ökonomischen Krisen gezogen hätte und somit bestens vorbereitet sei. Vielmehr gebe es indes einige Herrschaften, die auf den Ausbruch einer Wirtschaftkrise in der Türkei ungeduldig warten, um politischen und wirtschaftlichen Erfolg aus eben dieser erzielen. „Aber diese Gelegenheit werden wir Ihnen nicht geben“, so Erdoğan weiter. Nach sondakika.com soll Erdoğan in seiner Rede, ohne konkrete Namen zu nennen, den türkischen Industriellen-Verband TÜSIAD attackiert haben. Wie der Türkeimonitor bereits berichtete, hatte die Vorsitzende der TÜSIAD Arzuhan Yalçındağ bereits vor den definitiv eintretenden Auswirkungen der globalen Finanzkrise auf die Türkei gewarnt.
Indes werden die Stimmen derjenigen, die vor den Folgen der Finanzkrise auf die Türkei warnen, immer zahlreicher. Der Präsident der Istanbuler Handelskammer (ITO), Dr. Murat Yalçıntaş, betonte, dass sich die Weltwirtschaft gegenwärtig in einem Restaurationsprozess befinde und dass die Istanbuler Handelskammer bereits einen Bericht zur Finanzkrise vorbereitet habe, welchen sie an die Regierung weiterleiten werde. Yalçıntaş warnt die Türkei auf der Internetseite der ITO davor, die Augen vor der Finanzkrise verschließen. Vielmehr müsse die Regierung im Vorfeld alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um vorbereitet auf die Auswirkungen der Finanzkrise zu sein. Insbesondere der türkischen Zentralbank falle diesbezüglich eine besondere Rolle zu, so Yalçıntas. Diese müsse die Entwicklungen im türkischen Bankensektor antizipieren, um rechtzeitig und schnell reagieren zu können.
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Gemeinsames Publikationsprojekt von "Bild" und "Hürriyet"
Die beiden großen Boulevardblätter Bild und Hürriyet stellen morgen auf der Frankfurter Buchmesse ihr gemeinsames Oeuvre „Süper Freunde – Was Türken und Deutsche sich wirklich zu sagen haben“ vor.
Nach Angaben des Axel Springer Verlages wollen "BILD"-Chefredakteur Kai Dieckmann, die Wuchtbrumme des deutschen Boulevards, und sein "enger Freund" Ertuğrul Özkök, der Chefredakteur der nicht minder intellektuellen Zeitung "Hürriyet", am morgigen Dienstag das im Piper Verlag aufgelegte Buch „Süper Freunde – Was Türken und Deutsche sich wirklich zu sagen haben“ vorstellen. Das Projekt sei von Anfang an auf eine zweisprachige Ausgabe angelegt - vorerst ist jedoch nur eine deutsche Ausgabe erhältlich. Die Laudatio wird Cem Özdemir halten.
Wer durch den Titel dieses Buches nicht schon genug genervt ist (als wenn man jedes Buch, dass auch von Türken gelesen werden soll sprachlich verunglimpfen müsste), den wird das Publikationskonzept sicherlich nicht gnädiger stimmen. Ein "Best-Practice" folgt hier dem nächsten, garniert mit Beiträgen von Angela Merkel und dem ehemaligen türkischen Staatspräsidenten Süleyman Demirel, die vom deutsch-türkischen Zusammenleben ungefähr so viel Ahnung haben wie ich von rechtsdrehenden Joghurtkulturen.
Der "gewöhnliche" Deutsche, der sich schon immer dafür interessiert hat, was sein verschwiegener türkischer Nachbar aus dem oberen Stockwerk wirklich zu sagen hat, darf über dieses Buch getrost hinwegsehen. Er sollte einfach hinaufgehen und fragen, ob man nicht zusammen eine Tasse Tee trinken will. mehr...
Nach Angaben des Axel Springer Verlages wollen "BILD"-Chefredakteur Kai Dieckmann, die Wuchtbrumme des deutschen Boulevards, und sein "enger Freund" Ertuğrul Özkök, der Chefredakteur der nicht minder intellektuellen Zeitung "Hürriyet", am morgigen Dienstag das im Piper Verlag aufgelegte Buch „Süper Freunde – Was Türken und Deutsche sich wirklich zu sagen haben“ vorstellen. Das Projekt sei von Anfang an auf eine zweisprachige Ausgabe angelegt - vorerst ist jedoch nur eine deutsche Ausgabe erhältlich. Die Laudatio wird Cem Özdemir halten.
Wer durch den Titel dieses Buches nicht schon genug genervt ist (als wenn man jedes Buch, dass auch von Türken gelesen werden soll sprachlich verunglimpfen müsste), den wird das Publikationskonzept sicherlich nicht gnädiger stimmen. Ein "Best-Practice" folgt hier dem nächsten, garniert mit Beiträgen von Angela Merkel und dem ehemaligen türkischen Staatspräsidenten Süleyman Demirel, die vom deutsch-türkischen Zusammenleben ungefähr so viel Ahnung haben wie ich von rechtsdrehenden Joghurtkulturen.
Der "gewöhnliche" Deutsche, der sich schon immer dafür interessiert hat, was sein verschwiegener türkischer Nachbar aus dem oberen Stockwerk wirklich zu sagen hat, darf über dieses Buch getrost hinwegsehen. Er sollte einfach hinaufgehen und fragen, ob man nicht zusammen eine Tasse Tee trinken will. mehr...
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Zypern-Verhandlungen gehen weiter
Die Führer des griechischen und des türkischen Teils Zyperns, Dimitris Christofias und Mehmet Ali Talat, haben sich heute zu einem dreistündigen Gespräch in der neutralen Zone der Stadt Nikosia (türk. Lefkoşa) getroffen.
Bei dem Treffen sei es nach Angaben des UN-Sondergesandten Alexander Downer vorrangig um die Frage der politischen Führung des neu zu gründenden gesamtzyprischen Staatsgebildes gegangen. Während die türkische Seite das Modell eines Ministerrats favorisiert, in dem die Griechen 70% und die Türken 30% der Minister stellen und der Vorsitz dieses Gremiums periodisch wechseln soll, sprechen sich die Griechen für einen griechischen Regierungschef aus, der einen türkischen Vize zur Seite gestellt bekommen soll.
Downer sagte vor der Presse, dass die Zypernfrage ein sehr vertrackter Sachverhalt sei und man nicht erwarten dürfe, dass die Führer der Volksgruppen sofort in jedem Punkt übereinstimmten. Gleichwohl könne er feststellen, beide Seiten über einen gemeinsamen politischen Willen und den Wunsch nach einer Lösung verfügten. mehr...
Bei dem Treffen sei es nach Angaben des UN-Sondergesandten Alexander Downer vorrangig um die Frage der politischen Führung des neu zu gründenden gesamtzyprischen Staatsgebildes gegangen. Während die türkische Seite das Modell eines Ministerrats favorisiert, in dem die Griechen 70% und die Türken 30% der Minister stellen und der Vorsitz dieses Gremiums periodisch wechseln soll, sprechen sich die Griechen für einen griechischen Regierungschef aus, der einen türkischen Vize zur Seite gestellt bekommen soll.
Downer sagte vor der Presse, dass die Zypernfrage ein sehr vertrackter Sachverhalt sei und man nicht erwarten dürfe, dass die Führer der Volksgruppen sofort in jedem Punkt übereinstimmten. Gleichwohl könne er feststellen, beide Seiten über einen gemeinsamen politischen Willen und den Wunsch nach einer Lösung verfügten. mehr...
Überfall auf türkische Bank in Kreuzberg
Im Berliner Stadtteil Kreuzberg ist heute morgen eine türkische Bank von einem bewaffneten Räuber überfallen worden.
Nach Angaben des Tagesspiegel kam es heute morgen um 8:30 Uhr zu dem Überfall auf die OYAK Anker Bank in der Skalitzer Str. 140 in Berlin Kreuzberg. Ein bewaffneter Mann habe die beiden Bankangestellten mit seiner Waffe bedroht und diese nach dem Erhalt des von ihm geforderten Geldes in der Bank eingeschlossen.
Das SEK stürmte die Bank, um eine eventuelle Geiselnahme schnellstmöglich zu beenden. Von dem Täter fehlte jedoch jede Spur. Über die Höhe des bei dem Überfall erbeuteten Geldes wurden keine Angaben gemacht. mehr...
Nach Angaben des Tagesspiegel kam es heute morgen um 8:30 Uhr zu dem Überfall auf die OYAK Anker Bank in der Skalitzer Str. 140 in Berlin Kreuzberg. Ein bewaffneter Mann habe die beiden Bankangestellten mit seiner Waffe bedroht und diese nach dem Erhalt des von ihm geforderten Geldes in der Bank eingeschlossen.
Das SEK stürmte die Bank, um eine eventuelle Geiselnahme schnellstmöglich zu beenden. Von dem Täter fehlte jedoch jede Spur. Über die Höhe des bei dem Überfall erbeuteten Geldes wurden keine Angaben gemacht. mehr...
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Wann reist Gül in den Irak?
Der türkische Staatspräsident Abdullah Gül bereitet nach Angaben von CNNTürk einen Staatsbesuch im Irak vor.
Der irakische Staatspräsident Dschalal Talabani hatte Gül im Rahmen der UN-Vollversammlung in New York zu einem Besuch im Irak eingeladen und angeregt, dass Gül auch andere Städte außer Bagdad besuchen solle. Das Staatspräsidialamt bestätigte, dass Gül plane, in den Irak zu reisen. Allerdings sei noch nicht geklärt, welche Städte wann von Gül besucht werden. Kurdische Offizielle begrüßten die Absicht Güls und freuten sich nach Angaben des Senders darauf, ihn im Nordirak und insbesondere in Arbil begrüßen zu dürfen.
Es sei denkbar, dass Gül während einer kurzen Zwischenlandung den neuen Flughafen von Arbil einweihen könne. Quellen aus der unmittelbaren Umgebung Güls bestritten hingegen, dass im Zusammenhang mit dem Arbiler Flughafen eine Einladung vorliege. mehr...
Der irakische Staatspräsident Dschalal Talabani hatte Gül im Rahmen der UN-Vollversammlung in New York zu einem Besuch im Irak eingeladen und angeregt, dass Gül auch andere Städte außer Bagdad besuchen solle. Das Staatspräsidialamt bestätigte, dass Gül plane, in den Irak zu reisen. Allerdings sei noch nicht geklärt, welche Städte wann von Gül besucht werden. Kurdische Offizielle begrüßten die Absicht Güls und freuten sich nach Angaben des Senders darauf, ihn im Nordirak und insbesondere in Arbil begrüßen zu dürfen.
Es sei denkbar, dass Gül während einer kurzen Zwischenlandung den neuen Flughafen von Arbil einweihen könne. Quellen aus der unmittelbaren Umgebung Güls bestritten hingegen, dass im Zusammenhang mit dem Arbiler Flughafen eine Einladung vorliege. mehr...
Verbraucherschützer schlagen Alarm
Der Präsident des Dachverbandes der türkischen Verbrauchervereinigungen (TÜDEF), Ali Çetin, verlangt bessere Kontrollmechanismen für Lebensmittel. Vor dem Hintergrund des Melamin-Skandals in China fordert er dazu auf, die türkischen Verbraucher generell über die gesundheitlichen Risiken von Lebensmitteln zu informieren und die betroffenen Produkte aus dem Handel zu ziehen.
In einer schriftlichen Stellungnahme äußert sich Çetin mit folgenden Worten: „Leider ist es derzeit nicht möglich, den zuständigen Behörden eine ausreichende Lebensmittelprüfung zu bescheinigen. Die Kontrollinstitutionen verfügen gegenwärtig nicht über die notwendige Infrastruktur, wie moderne Qualitätssysteme, Labor- und Kontrollgeräte, um den Mindeststandard an Lebensmittelkontrollen durchzuführen. Gegenwärtig ist der türkische Lebensmittelmarkt durchdrungen von Millionen von ´Billigprodukten´.“
Der türkische Lebensmittelmarkt sei mittlerweile ein Paradies für gefährliche Lebensmittel geworden, so Çetin, die auf legalem und illegalem Wege problemlos in den Markt eingeschleust werden könnten. Insbesondere aus China importiertes und verseuchtes Baby-Milchpulver und andere Produkte werden nicht auf Melamin überprüft, da entsprechend ausgestattete Laboratorien erst gar nicht vorhanden seien. Daher ist auch nicht verwunderlich, dass es gegenwärtig in der Türkei keine aussagekräftigen Informationen über Produkte gibt, die Melamin enthalten. Eine effizientere Lebensmittelüberwachung sei nach Çetin daher nur möglich, wenn die mit dieser Aufgabe betrauten Institutionen zukünftig unter einem Dach gebündelt werden. Derzeit obliegt die Überwachung der Lebensmittelsicherheit in der gesamten Türkei nach Angaben von sonhaberler.com sieben Ministerien, drei autonomen Institutionen und einem Staatssekretär.
Übrigens besteht in der EU ein generelles Importverbot von Milcherzeugnissen aus China.
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In einer schriftlichen Stellungnahme äußert sich Çetin mit folgenden Worten: „Leider ist es derzeit nicht möglich, den zuständigen Behörden eine ausreichende Lebensmittelprüfung zu bescheinigen. Die Kontrollinstitutionen verfügen gegenwärtig nicht über die notwendige Infrastruktur, wie moderne Qualitätssysteme, Labor- und Kontrollgeräte, um den Mindeststandard an Lebensmittelkontrollen durchzuführen. Gegenwärtig ist der türkische Lebensmittelmarkt durchdrungen von Millionen von ´Billigprodukten´.“
Der türkische Lebensmittelmarkt sei mittlerweile ein Paradies für gefährliche Lebensmittel geworden, so Çetin, die auf legalem und illegalem Wege problemlos in den Markt eingeschleust werden könnten. Insbesondere aus China importiertes und verseuchtes Baby-Milchpulver und andere Produkte werden nicht auf Melamin überprüft, da entsprechend ausgestattete Laboratorien erst gar nicht vorhanden seien. Daher ist auch nicht verwunderlich, dass es gegenwärtig in der Türkei keine aussagekräftigen Informationen über Produkte gibt, die Melamin enthalten. Eine effizientere Lebensmittelüberwachung sei nach Çetin daher nur möglich, wenn die mit dieser Aufgabe betrauten Institutionen zukünftig unter einem Dach gebündelt werden. Derzeit obliegt die Überwachung der Lebensmittelsicherheit in der gesamten Türkei nach Angaben von sonhaberler.com sieben Ministerien, drei autonomen Institutionen und einem Staatssekretär.
Übrigens besteht in der EU ein generelles Importverbot von Milcherzeugnissen aus China.
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Kevin Spacey gibt Nachhilfe in Antalya
Der amerikanische Schauspieler Kevin Spacey wird im Rahmen der 45. "Goldenen Orange von Antalya", des bekanntesten Filmfestivals der Türkei, am 17. Oktober nach Antalya kommen.
Der Besuch Spaceys wurde vom Vorsitzenden der veranstaltenden Organisation TÜRSAK, Engin Yiğitgil, bekannt gegeben. Der erfolgreiche Schauspieler wird während seines Besuches rund 250 türkischen Schauspielstudenten in einer dreistündigen Session Nachilfestunden geben und diese nach Angaben von Yiğitgil in die "Geheimnisse seines Erfolgs" einweihen. Na denn! mehr...
Der Besuch Spaceys wurde vom Vorsitzenden der veranstaltenden Organisation TÜRSAK, Engin Yiğitgil, bekannt gegeben. Der erfolgreiche Schauspieler wird während seines Besuches rund 250 türkischen Schauspielstudenten in einer dreistündigen Session Nachilfestunden geben und diese nach Angaben von Yiğitgil in die "Geheimnisse seines Erfolgs" einweihen. Na denn! mehr...
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Türkische Journalisten - ab sofort nur noch mit Militärdiplom?
Die staatliche Rundfunkaufsicht der Türkei, die RTÜK, erarbeitet nach Angaben der Zeitung Taraf zur Zeit ein Konzept, anhand dessen Journalisten, die über den Kampf gegen den Terrorismus berichten an der dem türkischen Generalstab angegliederten Akademie für Nationale Sicherheit in den “richtigen Zusammenhängen” des Kampfes gegen die PKK unterrichtet werden sollen.
Insbesondere nach dem jüngsten Anschlag der PKK auf die Grenzstation Aktütün hat der RTÜK-Vorsitzende Zahit Akman seine Bemühungen intensiviert, ein Schulungskonzept für Journalisten zu entwickeln, die über den Kampf der Türkei gegen die PKK berichten. So habe sich Akman mit dem Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrates Tahsin Burcuoğlu, den stellvertretenden Generalstabschef Hasan Iğsız, Ministerpräsident Erdoğan sowie Regierungssprecher Çiçek abgesprochen und von diesen wohlwollende Reaktionen auf seinen Vorschlag erhalten.
Die genaue Prozedur dieses Modells, das unschwer als schwerer Schlag gegen die Pressefreiheit ausgemacht werden kann, ist bislang unklar. Es wird mit Spannung erwartet, ob der am morgigen Dienstag tagende Antiterrorgipfel diesbezüglich Maßnahmen beschließen wird. mehr...
Insbesondere nach dem jüngsten Anschlag der PKK auf die Grenzstation Aktütün hat der RTÜK-Vorsitzende Zahit Akman seine Bemühungen intensiviert, ein Schulungskonzept für Journalisten zu entwickeln, die über den Kampf der Türkei gegen die PKK berichten. So habe sich Akman mit dem Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrates Tahsin Burcuoğlu, den stellvertretenden Generalstabschef Hasan Iğsız, Ministerpräsident Erdoğan sowie Regierungssprecher Çiçek abgesprochen und von diesen wohlwollende Reaktionen auf seinen Vorschlag erhalten.
Die genaue Prozedur dieses Modells, das unschwer als schwerer Schlag gegen die Pressefreiheit ausgemacht werden kann, ist bislang unklar. Es wird mit Spannung erwartet, ob der am morgigen Dienstag tagende Antiterrorgipfel diesbezüglich Maßnahmen beschließen wird. mehr...
Işıl Karakaş, die erste türkische Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte
Die erste türkische Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, Işıl Karakaş, hat dem Sender NTV ein Interview gegeben.
Karakaş, die an der Galatasaray Universität in Istanbul Staatsrecht und Internationales Recht lehrt, ist die erste Richterin, die die Türkei im Senat des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) vertritt. Karakaş sagte, dass dem EGMR gegenwärtig 10.683 Klagen aus der Türkei vorliegen. Ungefähr 6.000 davon seien Klagen, die sich auf Beschwerden über die Abwicklungen von Gerichtsverfahren bezögen. Die zweite, große Gruppe von Verfahren vor dem EGMR bezieht sich nach Angaben der Juristin auf Fragen rund um das türkische Eigentumsrecht, und hier insbesondere um die Frage der zwangsweise Verstaatlichung von Eigentum.
Es lägen immer weniger Klagen gegen die Türkei vor, die sich auf Folter und schlechte Behandlung in staatlichem Gewahrsam beziehen. In absoluten Zahlen sei deren Zahl zwar immer noch recht hoch, doch sei ein insgesamt rückläufiger Trend zu beobachten. Auch die Zahl der Klagen, die auf Verletzungen des Rechts auf freie Meinungsäußerung basierten, sei rückläufig. Gleichwohl sei zu beachten, dass in den rund 900 diesbezüglichen Fällen noch kein Verfahren enthalten sei, dass sich auf den Paragrafen 301 des türkischen Strafgesetzbuchs bezieht. Dieser Straftatbestand sei trotz gegenteiliger Behauptungen in Europa einzigartig und stelle ein gravierendes Hindernis für die freie Meinungsäußerung dar.
Der EGMR sei zwar kein Organ der EU, doch seien seine Entscheidung für die Türkei in höchstem Maße relevant, da das Gericht die gleiche Rechtsauffassung wie die EU vertrete. Die Probleme der Türkei im Annäherungsprozess an die EU basierten schließlich größtenteils auf den vom EGMR angemahnten Verletzungen von Menschenrechten. mehr...
Karakaş, die an der Galatasaray Universität in Istanbul Staatsrecht und Internationales Recht lehrt, ist die erste Richterin, die die Türkei im Senat des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) vertritt. Karakaş sagte, dass dem EGMR gegenwärtig 10.683 Klagen aus der Türkei vorliegen. Ungefähr 6.000 davon seien Klagen, die sich auf Beschwerden über die Abwicklungen von Gerichtsverfahren bezögen. Die zweite, große Gruppe von Verfahren vor dem EGMR bezieht sich nach Angaben der Juristin auf Fragen rund um das türkische Eigentumsrecht, und hier insbesondere um die Frage der zwangsweise Verstaatlichung von Eigentum.
Es lägen immer weniger Klagen gegen die Türkei vor, die sich auf Folter und schlechte Behandlung in staatlichem Gewahrsam beziehen. In absoluten Zahlen sei deren Zahl zwar immer noch recht hoch, doch sei ein insgesamt rückläufiger Trend zu beobachten. Auch die Zahl der Klagen, die auf Verletzungen des Rechts auf freie Meinungsäußerung basierten, sei rückläufig. Gleichwohl sei zu beachten, dass in den rund 900 diesbezüglichen Fällen noch kein Verfahren enthalten sei, dass sich auf den Paragrafen 301 des türkischen Strafgesetzbuchs bezieht. Dieser Straftatbestand sei trotz gegenteiliger Behauptungen in Europa einzigartig und stelle ein gravierendes Hindernis für die freie Meinungsäußerung dar.
Der EGMR sei zwar kein Organ der EU, doch seien seine Entscheidung für die Türkei in höchstem Maße relevant, da das Gericht die gleiche Rechtsauffassung wie die EU vertrete. Die Probleme der Türkei im Annäherungsprozess an die EU basierten schließlich größtenteils auf den vom EGMR angemahnten Verletzungen von Menschenrechten. mehr...
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TRT kooperiert mit iranischem Staatsfernsehen
Die türkische staatliche Fernseh- und Rundfunkanstalt TRT kooperiert offiziell mit dem iranischen Staatsfernsehen IRIB. In diesem Zusammenhang ist auch der Austausch von Produktionen vorgesehen. Initiator der Kooperation ist der Vorsitzende der IRIB, Izzetullah Zergami, der verbindlich festlegte, dass im iranischen Fernsehen keine Serien und Filme mehr gezeigt werden dürfen, in denen nicht gebetet wird.
Auslöser der Kooperation war der Besuch einer Delegation des iranischen Staatsfernsehens IRIB unter dem Vorsitz Izzetullah Zergamis am 10. Oktober in Ankara. Anlässlich dieses Besuchs wurde ein Protokoll über die zukünftige Zusammenarbeit zwischen dem TRT und der IRIB unterzeichnet. Nach Angaben der Radikal beinhaltet die Zusammenarbeit den Austausch von Produktionen, die Zusammenarbeit in der Weiterbildung von Mitarbeitern, sowie die gemeinsame Produktion von Formaten. mehr...
Auslöser der Kooperation war der Besuch einer Delegation des iranischen Staatsfernsehens IRIB unter dem Vorsitz Izzetullah Zergamis am 10. Oktober in Ankara. Anlässlich dieses Besuchs wurde ein Protokoll über die zukünftige Zusammenarbeit zwischen dem TRT und der IRIB unterzeichnet. Nach Angaben der Radikal beinhaltet die Zusammenarbeit den Austausch von Produktionen, die Zusammenarbeit in der Weiterbildung von Mitarbeitern, sowie die gemeinsame Produktion von Formaten. mehr...
7. Verhandlungstag im Dink-Prozess
Im Gerichtsprozess um den ermordeten armenisch-türkischen Journalisten und Publizisten Hrant Dink findet heute vor der 14. Kammer des Istanbuler Strafgerichts der 7. Verhandlungstag statt.
Am heutigen Verhandlungstag sind die Vernehmungen des Nachrichtendienstdirektors der Stadt Trabzon, Engin Dinç, des Polizeibeamten Ercan Demir sowie des Bruders des als Anstifter zu dem Mord festgenommenen Yasin Hayal, Osman Hayal, vorgesehen. Es wird damit gerechnet, dass die Anwälte der Familie Dink erneut die Zusammenlegung der vier in diesem Zusammenhang separat statt findenden Prozesse fordern werden.
Als Prozessbeobachter haben sich Şahin Mengü (CHP), Abgeordneter aus Manisa und Mitlgied der parlamentarischen Verfassungskommission, Sacid Yıldız (CHP), Ibrahim Yiğit (AKP) und Ayşenur Bahçekapılı (AKP), alle Abgeordnete aus Istanbul, angekündigt. Sema Kılıçer von der Residentur der Europäischen Kommission in der Türkei sowie Emma Sinclair Webb von Human Rights Watch werden ebenfalls als Beobachter anwesend sein.
Der CHP-Abgeordnete Mengü äußerte sich gegenüber Bianet skeptisch über den Ausgang des Prozesses:
“Solange der Direktor der nachrichtendienstlichen Abteilung Ramazan Akyürke, der Stadtkommandeur der Gendarmerie in Trabzon Ali Öz, der Istanbuler Polizeipräsident Celalettin Cerrah sowie die an deren Weisungen gebundenen Personen nicht suspendiert und angeklagt werden wird diese Angelegenheit nicht gelöst werden.” mehr...
Am heutigen Verhandlungstag sind die Vernehmungen des Nachrichtendienstdirektors der Stadt Trabzon, Engin Dinç, des Polizeibeamten Ercan Demir sowie des Bruders des als Anstifter zu dem Mord festgenommenen Yasin Hayal, Osman Hayal, vorgesehen. Es wird damit gerechnet, dass die Anwälte der Familie Dink erneut die Zusammenlegung der vier in diesem Zusammenhang separat statt findenden Prozesse fordern werden.
Als Prozessbeobachter haben sich Şahin Mengü (CHP), Abgeordneter aus Manisa und Mitlgied der parlamentarischen Verfassungskommission, Sacid Yıldız (CHP), Ibrahim Yiğit (AKP) und Ayşenur Bahçekapılı (AKP), alle Abgeordnete aus Istanbul, angekündigt. Sema Kılıçer von der Residentur der Europäischen Kommission in der Türkei sowie Emma Sinclair Webb von Human Rights Watch werden ebenfalls als Beobachter anwesend sein.
Der CHP-Abgeordnete Mengü äußerte sich gegenüber Bianet skeptisch über den Ausgang des Prozesses:
“Solange der Direktor der nachrichtendienstlichen Abteilung Ramazan Akyürke, der Stadtkommandeur der Gendarmerie in Trabzon Ali Öz, der Istanbuler Polizeipräsident Celalettin Cerrah sowie die an deren Weisungen gebundenen Personen nicht suspendiert und angeklagt werden wird diese Angelegenheit nicht gelöst werden.” mehr...
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Die neuen türkischen Personalausweise sind da
Das türkische Innenministerium gibt in einem Modellversuch in der Stadt Bolu neue Personalausweise heraus. Die neuen Ausweise im Scheckkartenformat sind mit einem Chip versehen, der zur Fälschungssicherheit des Dokuments beitragen soll.
Die neuen türkische Personalausweise werden in einem Modellversuch zunächst an die Bewohner der Stadt Bolu ausgeteilt. Auf dem Dokument sind die üblichen Angaben wie z.B. der Name, Nachname, Geburtsdatum und -ort und die Blutgruppe vermerkt. Das Ministerium plant im Falle eines Erfolgs des Projektes die Herausgabe von Reisepässen und Führerscheinen mit Chips. Neben der Angleichung an internationale Standards verspricht sich die türkische Regierung von den neuen Ausweisen insbesondere eine schnellere Bearbeitung von Bürgeranliegen.
Die Bewohner Bolus könne die neuen Ausweise zunächst nur in Einrichtungen der Gesundheitsvorsorge benutzen. Nachdem alle Einwohner Bolus mit dem neuen Ausweis ausgestattet sind, wird die Evaluationsphase beginnen, in der neben der Praktikabilität des neuen Ausweisformats insbesondere die Zufriedenheit der Bürger eine Rolle spielen soll. Es ist zu erwarten, dass die im Ausland lebenden türkischen Staatsbürger wieder als letzte von dieser Innovation profitieren werden.

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Die neuen türkische Personalausweise werden in einem Modellversuch zunächst an die Bewohner der Stadt Bolu ausgeteilt. Auf dem Dokument sind die üblichen Angaben wie z.B. der Name, Nachname, Geburtsdatum und -ort und die Blutgruppe vermerkt. Das Ministerium plant im Falle eines Erfolgs des Projektes die Herausgabe von Reisepässen und Führerscheinen mit Chips. Neben der Angleichung an internationale Standards verspricht sich die türkische Regierung von den neuen Ausweisen insbesondere eine schnellere Bearbeitung von Bürgeranliegen.
Die Bewohner Bolus könne die neuen Ausweise zunächst nur in Einrichtungen der Gesundheitsvorsorge benutzen. Nachdem alle Einwohner Bolus mit dem neuen Ausweis ausgestattet sind, wird die Evaluationsphase beginnen, in der neben der Praktikabilität des neuen Ausweisformats insbesondere die Zufriedenheit der Bürger eine Rolle spielen soll. Es ist zu erwarten, dass die im Ausland lebenden türkischen Staatsbürger wieder als letzte von dieser Innovation profitieren werden.
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